Storytelling: Die Wirkung von Geschichten und ihr Einsatz in der Predigt

Das Thema „Storytelling“ ist in den letzten Jahren in Mode gekommen. Ein Blick auf die deutschsprachige Literatur zeigt, dass gerade der Nutzen von Geschichten im Bereich des Marketings und im Management von Unternehmen entdeckt wurde. Vereinzelt werden auch die Möglichkeiten von Geschichten im Kontext von Pädagogik und der Theologie diskutiert. Im Bereich der (praktischen) Theologie finden Geschichten bisher kaum Beachtung. Hauptsächlich im Kinderdienst wird der Nutzen von Geschichten thematisiert. In der englischsprachigen Literatur wird das Thema breiter diskutiert und der Nutzen in anderen Bereichen der Theologie aufgezeigt, wie z. B. in der Predigt

Diese Arbeit will den breiten Nutzen von Geschichten in der Theologie und Mission (Reich-Gottes-Arbeit) aufzeigen und dafür werben, Geschichten einzusetzen. Sie will grundlegend zeigen, was Geschichten bewirken und leisten können.

Dass durch Geschichten positive Effekte erzielt werden können, wie z. B. eine verbesserte Merkbarkeit, wird wohl kaum einer bestreiten. Doch wie sieht es in der Realität aus? Wie werden Geschichtenpredigten von den Gottesdienstbesuchern aufgenommen? Wollen sie nicht lieber eine klar nachvollziehbare  Exegese einer Bibelstelle? Dazu habe ich eine Untersuchung von Storytelling als Predigtstil gemacht (die vielleicht erste und einzige auf diesem Gebiet)

Der Fokus liegt dabei auf der westlichen Welt und ihren Besonderheiten. Deshalb wird aufgezeigt, warum die kulturellen Veränderungen in der westlichen Welt, hin zur sogenannten Postmoderne, den Einsatz von Geschichten begünstigen. In den weniger entwickelten bzw. gebildeten Kulturen ist eine narrative Verkündigung des Evangeliums aufgrund der Mündlichkeit der Kultur zwangsläufig.

Storytelling kann bei mir als Ringbuch für 15 € zzgl. Porto (2 €) erworben werden oder kann kostenlos als e-Book gedownloadet werden.
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Communicating to Oral Learners – Introduction and Transitions | The Lausanne Global Conversation

Zu meiner Freude wurde auf der dritten Lausanner Konferenz in Kapstadt 2010 auch das Thema meiner MASTER-Thesis thematisiert. Samuel Chiang und Grant Lovejoy sprechen über die Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Nach einer kurzen Einführung von Samuel Chiang spricht Grant Lovejoy über Mündlichkeit und im Speziellen über Lernen in mündlichen Kulturen. Geschichten helfen ihnen die Bibel besser zu verstehen im Gegensatz zu (dogmatischen) Thesen.

Communicating to Oral Learners – Introduction and Transitions | The Lausanne Global Conversation.

Anmerkung 1: Spannend ist, dass die Redner selbst nicht in einer mündlichen Kultur aufgewachsen sind und der Vortrag typisch nich-narrativ vorgetragen wird. Das zeigt auch ein Dilemma: Viele haben die Problematik Mündlichkeit-Schriftlichkeit (Orality-Literaty) verstanden, aber setzen es (noch) nicht praktisch zur Illustration um. Wahrscheinlich nicht nur aus Rücksicht auf die Zuhörer?

Anmerkung 2: Der Fokus ist stark auf die Zwei-drittel-Welt gerichtet. Ich glaube, dass auch in der westlichen Welt der Trend hin zu Mündlichkeit geht. Daher ist das Thema auch für diesen Kontext sehr wichtig.

Advent 05# Jesus, the storyteller

Jesus was one of the greatest storytellers of mankind. He showed his wisdom through his acting and his words. He rather told short stories than losing himself in endless, intellectual, high quality discussions. He wanted to be understood and wanted to lead his listeners to a decision. His concern was the practical life and not great theories of charity. For that reason he told stories and challenged his listeners to respond.

Advent #05 Jesus, der Geschichtenerzähler

Jesus war einer der größten Geschichtenerzähler der Menschheit. Seine spirituelle Weisheit zeigt sich neben seinem Wirken auch in seinen Worten. Er hat lieber kurze Geschichten erzählt als sich in endlosen, intellektuell-hochwertigen Diskussionen zu verlieren. Ihm ging es darum verstanden zu werden und er wollte die Leute zur Entscheidung führen. Ihm ging es um das praktische Leben und nicht um tolle Theorien über Nächstenliebe. Dafür erzählte er Geschichten und forderte von den Zuhörern, darauf zu reagieren.