Advent 16# Jesus und die Pharmaindustrie

Der „Marktplatz“ der Pharmaindustrie ist der menschliche Körper und die Krankheiten, die sich darin entwickeln. Jede Therapie, die diesen Krankheiten vorbeugt oder sie sogar ausmerzt, kann entweder gewinnbringend verkauft werden oder bedroht diese Geschäftsgrundlage. Deshalb werden einerseits heilende Medikamente werbewirksam verkauft und andererseits der Einsatz von heilende Mittel stillschweigend behindert.

Jesus war eine echte Bedrohung für alle die mit Krankheit ihr Geld verdienten. Mit seinen Behandlungsmethoden hatte er 100prozentigen Erfolg. Ärgerlicherweise hatte er sich nicht auf eine bestimmte Krankheit spezialisiert, sondern heilte Menschen mit allen erdenklichen Gebrechen.  Das machte ihn natürlich bei den Menschen beliebt. Zu allem Überfluss stellte er seine Behandlung nicht in Rechnung. Wo gibt es denn so was? Übrigens: auch heute noch soll Gebet heilen. Aber sagen sie es nicht den Pharmabossen.

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Advent 15# Der „Gangster“ Jesus


Jesus ist wie ein Gangster. Er ist mit allen Mitteln hinter seiner geliebten Menschheit her. Er will sie mit allen Mitteln „gefangen“ nehmen. Er will, dass sie sich ihm unterstellen. Er will, dass sie an seiner Seite stehen. Er will, dass sie bereit sind alles aufzugeben und für ihn zu kämpfen. Er will, dass seine Leute eine wilde, unbequeme Bewegung werden. Eine Bewegung die sich für Frieden einsetzt; eine Bewegung, die sich für die Armen und Entrechteten hingibt; eine Bewegung, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzt; eine Bewegung die nicht von Nächstenliebe spricht, sondern Nächstenliebe lebt; eine Bewegung, die Stellung bezieht für Menschen und gegen das Unrecht.

Advent 09# Finanzberatung bei Jesus

Ein gewöhnlicher Finanzberater berät Kunden über Geldanlagen, Kredite und Versicherungen. Angefangen bei der Grundabsicherung wird über einen Vermögensaufbau und mögliche Kapitalanlage gesprochen. Dabei soll das Geld durch geschicktes Anlegen sich wie von allein vermehren.

Erstaunlich ist wie viel Jesus über Geld spricht. In seinen Gleichnissen verrät er detailgenaue Kenntnisse über die Welt der Finanzen. Er musste über Insiderwissen verfügt haben. Besonders gerne spricht er über die Faszination des Geldes. Er thematisiert die fast schon erotische Beziehung vieler Menschen zur ihrem Geld. Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz (Mt 6,21). Jesus hatte nichts gegen Geld oder Reichtum. Die Liebe zum Geld, oder auch Gier genannt, ist das Übel. Daher macht die Vermehrung des Geldes nicht glücklicher. Deshalb berät der Finanzberater Jesus seine Kunden in erster Linie über sichere Lebensversicherungen, Teilen und nachhaltige Investitionen.

Advent #05 Jesus, der Geschichtenerzähler

Jesus war einer der größten Geschichtenerzähler der Menschheit. Seine spirituelle Weisheit zeigt sich neben seinem Wirken auch in seinen Worten. Er hat lieber kurze Geschichten erzählt als sich in endlosen, intellektuell-hochwertigen Diskussionen zu verlieren. Ihm ging es darum verstanden zu werden und er wollte die Leute zur Entscheidung führen. Ihm ging es um das praktische Leben und nicht um tolle Theorien über Nächstenliebe. Dafür erzählte er Geschichten und forderte von den Zuhörern, darauf zu reagieren.

Advent 03# Jesus sucht Freunde

Allein sein ist nichts auf Dauer! Auch Jesus suchte sich Freunde. Zu seinen Freunden zählten Jugendliche, gestandenen Männern, Frauen, Chaoten, Geistliche, Intellektuelle, Gauner, Beamte und Nutten . Er lebte Beziehung mit Angesehenen und Verachteten, mit  Jungen und Alten, mit Frauen und Männern, mit Machtgeilen und ganz feinen Zeitgenossen. Zwölf davon wählte er sich aus und lebte ganz eng mit ihnen zusammen. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Sie  arbeiteten, aßen, lachten, weinten, stritten, reisten zusammen und veränderten die Welt. Viele dieser Freundschaften überstanden selbst seinen schändlichen Tod. Jesus – eine Beziehungsmensch.

Advent # 01 Jesus und die Frühaufsteher

Sie sind die ersten morgens. Während der Hahn kräht und manch anderer erst gerade in den Schlaf sinkt sind sie schon wieder munter.  Sie haben keine Frühschicht oder Kinder, die sie aufwecken und trotzdem ziehen sie schon ihre Joggingschuhe an oder genießen den ersten Kaffee, während sie die Zeitung lesen.

Sie sind die ersten morgens. Freiwillig versteht sich. Kein Wecker, keine Verpflichtung, Frühaufsteher eben. Sie liebe die Ruhe morgens.  Jesus war auch so einer, zumindest manchmal. „In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging hinaus an einen einsamen Ort, um zu beten.“ (Mk 1,35) Also, ich schlaf zwar lieber aus, aber Ruhe, die brauche ich auch und die hole ich mir, wenn auch nicht morgens.