Und ob ich schon wanderte … (Psalm 23,4)

… im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

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Zum Mittagessen

Gerade war noch die Rede davon, dass Gott uns durch das Leben führt und jetzt spricht der Liedermacher vom finsteren Tal oder genauer übersetzte vom „Tal der Todesschatten“. Es beschreibt einen Ort an dem der Tod seinen Schatten  über uns wirft.

Man könnte darüber ins Grübeln kommen. Wenn Gott mich führt, wieso lande ich dann eigentlich im Tal der Todesschatten? Aber es ist wahr. Gott bewahrt unser Leben, aber er bewahrt uns nicht vor dem Leben. Das bedeutet, er lässt das Tal der Todesschatten zu. Jeder von uns wird auf irgendeine weise mit diesem Tal, mit seinem Tal der Todesschatten konfrontiert werden im Leben. Auch denjenigen die Gott führt bleiben Erfahrungen der Dunkelheit wie Schmerzen, bitterer Verlust, Tod, Trauer, Abschied, Zerbruch und Leiden nicht erspart. Es sind universelle, menschliche Erfahrungen.

Und wenn du keine Ahnung hast, wovon ich spreche, dann freu dich. Aber sei sicher, es kommt noch. Es gibt diese Momente. Gott lässt Zeiten zu, wo wir den Boden unter den Füssen verlieren. Wo es so aussieht, als wäre hier Endstation. Job weg, Beziehung zu Ende, Doktor schüttelt den Kopf, die Kraft zu Ende ist, ein treuer Freund stirbt.

Und dann fragen wir uns: Warum nur? Warum ich? Und es gibt darauf keine Antwort. Jede Antwort würde den Schmerz noch vergrössern, denn dann wäre das Leid auch noch richtig gewesen. Leid macht keinen Sinn. Leid macht uns sprachlos. Das Tal wird kommen, das ist die schlechte Nachricht. Aber es gibt die gute Nachricht.

Das finstere Tal ist nicht die Endstation. Es steht wir „wandern“ durch das finstere Tal und nicht wir „enden“ im finsteren Tal. Unsere Lebensreise endet nicht dort. Obwohl es sich manchmal gerade so anfühlt als ob das finstere Tal das Ende ist, ist es doch nur ein Übergang. Und wir sind in diesem Tal nicht alleine. „Denn du bist bei mir“ singt der Liedermacher. Wir sind in diesem Tal in der Gegenwart Gottes. Inmitten des Todesschatten dürfen wir spüren, dass Gott da ist. Und seine Gegenwart ist nicht zu unterschätzen. Sie ist das Zeichen, dass wir nicht allein sind und dass das Leid nicht siegt. Es ist ein Zeichen, dass es neben dem Leid die wohltuende, lebensgebende Kraft und Nähe Gottes gibt. Sie wirkt heilsam.

Und es gibt Lektionen, die können wir nur dort lernen. Es gibt keinen anderen Weg. Das Spüren der Nähe Gottes in schwierigen Zeiten ist enorm kostbar. Das finstere Tal ist oft der Ort, wo Gott sich auf einzigartige Weise offenbart. „Denn du bist bei mir“. Der Liedermacher wechselt an dieser Stelle von der dritten Person in die zweite Person. Von der Herr ist mein Hirte. Er weidet mich … zu du bist bei mir. David redet nicht mehr über Gott, sondern mit ihm. „Ich bin bei dir“ oder „du bist bei mir“ sind gewaltige Zusagen, die uns helfen und trösten können in Zeiten von Not.

Trost  ist einer der wichtigen Erfahrungen, die wir im Todestal machen müssen. Dein Stecken und Stab trösten mich, schreibt der Liedermacher. Was ist damit gemeint? Der Stecken ist wahrscheinlich die Waffe des Hirten. Sie ist eine Art Keule mit der sich gegen Angriffe von wilden Tieren verteidigen kann. Der Stab ist vermutlich der Hirtenstab, mit dem sich der Hirte aufstützt, während er auf seine Schafe aufpasst. Eine Waffe und eine Stütze sind Quellen des Trostes. Als Waffe dienen die Zusagen Gottes inmitten von sorgenden, zweifelnden, erdrückenden Gedanken. Und Stützen sind Menschen, die Gott in unser Leben stellt: Freunde, Familie, Beter etc. Wir brauchen Menschen, die uns in schweren Zeiten helfen und da sind.

Kaum etwas kann Menschen so verändern und formen wie die Erfahrung des finsteren Tals. Es kann uns zerstören oder in eine neue Tiefe mit Gott führen.

Wenn die Angst in dir hoch kommt. Und wie viel an unseren Tagesabläufen, ist die Angst mit uns unterwegs. Dann bete diesen Vers. Mach dir bewusst, egal, was kommt: Du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich.

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Mit Psalm 23 durch den Tag (Teil 2)

Wir sind Gewohnheitstiere. Forscher schätzen, dass wir 80% unseres täglichen Verhaltens an unsere Gewohnheiten delegiert haben. Als Christen stellt sich die Fragen wie sich die Beziehung zu Gott in den alltäglichen Gewohnheiten wiederspiegelt? Eine Möglichkeit Gott ganz einfach in seinen Alltag zu integrieren ist die #23challenge: mit dem Psalm 23 durch den Tag. Hier kommt nun der zweite Teil:

Zum Mittagessen:

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Durch den Nachmittag:

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Abends im Bett vor dem Einschlafen:

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Diese Übung kosten uns lediglich ein paar kurze Momente durch den Tag. Ich lade dich ein, es mal auszuprobieren. Mehr Infos zu #23challenge findest du hier.

Er führet mich … (Psalm 23,3)

… auf rechter Straße um seines Namens willen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haus verlassen und zur Arbeit/Schule gehen

Nun hast du gegessen und verlässt das Haus. Du setzt dich ins Auto, schwingst dich aufs Fahrrad oder steigst in den Zug und machst dir bewusst: „Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.“

Damit vergewisserst du dich: Wenn ich diesen Tag jetzt in Angriff nehme, dann bin ich mit Gott unterwegs. Und Gott leitet mich durch diesen Tag. Ich kann mich ihm anvertrauen. Ich kann damit rechnen, dass er da ist. Es heisst nicht, dass alles erfolgreich laufen wird. Du kannst, bildlich gesprochen, auch im Stau stehen bleiben oder Verspätung haben. Aber Gott ist dabei, er ist mit dir unterwegs. „Um seines Namens willen“, singt der Psalmist. Das heisst, dass der name Gottes etwas bedeutet. Wie heisst Gott? In der Bibel werden ihm viele Namen zugeschrieben. Der bedeutendste ist Jahwe. Und was bedeutet Jahwe? Jahwe heisst: „Ich bin der ich bin“ und das bedeutet konkret: „Ich bin der, ich bin da.“ Ich bin der, der um dich ist.“ Gottes Namen zeigt seine Gegenwart. Gott ist immer da. Gott ist bei dir, ob du es spürst oder nicht. Er ist bei dir wegen seines Namens. Er ist bei dir um seines Namens Bedeutung. Das ist ein Versprechen. Das ist eine gewaltige Zusage. Und ein Versprechen ist das schönste was Sprache ausdrücken kann. Und das macht uns Gott. Ich bin da!!!

Er weidet mich … (Psalm 23,2)

… auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.

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Zum Frühstück

Und mit dieser Haltung geht es weiter zum Frühstück. Der Psalm lädt uns ein mit einem Blick auf das was Gott alles für uns tut. Wie viel Segen war schon da, bis zu dem Moment, wo du am Frühstückstisch sitzt? Der Segen einer warmen Dusche. Der Segen eines freundlichen Lächelns von einem Menschen, mit dem du zusammen lebst. Der Segen von einer Wohnung, die sicher ist. Ein Dach über dem Kopf. Eine Heizung die funktioniert und schön warm gibt. Der Segen von einem Körper, der sich bewegt. Der Segen von Klamotten, die da sind. Gott hat schon ganz viel geschenkt. Und daher kannst du sagen: Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

Das ist ein Bild aus der Hirtensprache. Die Hirten haben ihre Schafe immer zu den möglichst grünsten Auen geführt. Und so ist auch Gott. Wir sind uns das oftmals einfach nicht bewusst.

Er erquickt meine Seele. D. h. er kümmert sich um meine Bedürfnisse. Um das, wonach ich suche und wonach ich hungere: nach Gemeinschaft und Liebe und Zugehörigkeit und Sinn. Er erquickt meine Seele. Das ist meine Perspektive für diesen Tag. So will ich starten.

Man kann auch in den Tag starten mit den Gedanken: Ach du Schande, ich habe die Hausaufgaben vergessen und ich muss noch einkaufen und wie wird das auf der Arbeit, wenn der Chef wieder so bescheuert drauf ist. Und wie soll das noch rauskommen. Oh nein heute muss ich dieser Person wieder begegnen. Jetzt haben sie die Renten gekürzt. Und mein Lieblingsteam hat schon wieder verloren etc. Wir können auch so starten. Aber die Bibel lädt uns ein zu einem anderen Blick. Erhebt eure Häupter, schaut auf Gott. Er versorgt uns, er erquickt unsere Seele. Er kann deine tiefsten Wünsche nach Nähe, Zugehörigkeit und Annahme stillen. Ich kann dir sagen, dass ich in meinem Leben schon ziemlich unten war und fast alles verloren hatte. Und in dieser taffen Zeit habe ich auf eine ganz besondere Weise gespürt, dass er da ist und er mich nicht verlassen hat.

Mir wird nichts mangeln (Psalm 23,1)

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor dem Spiegel

Du stehst auf und gehst zum Spiegel im Bad, stellst dich hin und sagst: Mir wird nichts mangeln. Das ist ein Satz in die Freiheit. Viel kluge Köpfe auf diesem Planeten setzen alle ihre Energie hinein uns davon zu überzeugen, dass wir Mangel haben. Es mangelt uns an iPhones, BMWs, gutem Aussehen, an Geld, an Urlaub etc. einfach an allem. Und wir werden jeden Tag daran erinnert, was uns mangelt. Kauf mich, iss mich, trink mich, tu mich in dein Haar und du wirst glücklich werden.

Der Satz „Mir wird nichts mangeln“ ist ein Satz in die Freiheit, weil du entscheidest: Es ist meine Entscheidung ob ich Mangel habe oder nicht. Ich bestimme darüber, was mir mangelt oder nicht. Und es ist ein Bekenntnis und eine Erinnerung daran, dass ich zu diesem Hirten gehöre der dafür sorgt, dass es mir an nichts mangelt. Alles was ich zum Leben brauche, wird er mir geben. Vielleicht nicht alles, was ich mir wünsche. Aber alles was ich brauche. Und ich muss mein ganzes Leben nicht nach allem Möglichen hinterherjagen.

Kennt ihr das? Ich musste letztens noch auf jemand warten – eine Frau. Und sie ist noch im Bad. Ich bin schon ungeduldig und äussere das auch. Und dann kommt die Aussage: „Sorry, ich komme gleich. Ich muss mich nur noch schnell fertig machen.“ Und genau das ist der Punkt. Ist es euch aufgefallen? „Ich mache mich noch schnell fertig“. Genau das machen wir oft. Besonders Frauen. Sie stehen vor dem Spiegel und machen sich im wahrsten Sinne des Wortes fertig: Da ein Pickel, da Hautunreinheiten, da ein Haar zu viel, das Kinn zu breit, hier zu dick, zusammengefasst: nicht besonders attraktiv. Morgens machen sich so viele Menschen fertig. Stattdessen müssten sie sich herrichten. Das ist ein herrliches Wort. Wir nehmen Haltung ein, stellen uns hin und geben unserem Leben eine gute Richtung. Und das tun mir indem wir sagen: Mir wird nichts mangeln. Ich bin beschenkt und werde heute Gutes erleben. Das Leben ist nicht schlecht. #23challenge

Der Herr ist mein Hirte (Psalm 23,1)

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Du liegst im Bett und wachst auf. Und dann sagst du dir: der Herr ist mein Hirte. Das ist das Erste was du dir sagst. Mit diesem Gedanken beginnst den Tag. Ein Hirte hütet Schafe und seine Schafe folgen ihm. Gott will unser Hiert sein. Indem wir diesen Gedanken aussprechen sagen wir: „Jesus du bist mein Hirte. Jesus ich bin dein Schaf. Heute folge ich dir.“

Tatsache ist, dass wir jeden Tag irgendjemandem nachfolgen. Wir haben alle von irgendjemandem eine Vorstellung bekommen, worum es im Leben geht. Und dem folgen wir. Jeden Tag. Wir sind uns dessen oftmals nicht bewusst. Es können Eltern, Lehrer, Vorbilder, Celebrities sein. Wir haben alle einen inneren Hirten. Doch mit diesem Bekenntnis sagen wir, dass wir Jesus folgen wollen. Er ist der dem wir zuallererst folgen wollen.

Was passiert, wenn wir das Jesus bewusst sagen? Wir richten uns innerlich auf ihn aus. Wir folgen ihm. Und das gilt für heute. Ich erkläre, heute will ich dir folgen. Nicht morgen oder vielleicht übermorgen. Auch nicht: mal schauen wie sich der Tag noch so entwickelt. Nein, heute bist du mein Hirte. Und heute vertraue ich mich dir an. #23challenge

#23challenge

Mit Psalm 23 durch den Tag (Teil 1)

Wir sind Gewohnheitstiere. Man schätzt, dass wir 80% unseres täglichen Verhaltens an unsere Gewohnheiten delegiert haben. Als Christen stellt sich die Fragen wie sich die Beziehung zu Gott in den alltäglichen Gewohnheiten wiederspiegelt? Eine Möglichkeit Gott ganz einfach in seinen Alltag zu integrieren ist die #23challenge: mit dem Psalm 23 durch den Tag.

Morgens im Bett:

 

 

 

 

 

Morgens im Bad:

 

 

 

 

 

Zum Frühstück:

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zur Arbeit:

 

 

 

 

 

Diese Übung kosten uns lediglich ein paar kurze Momente durch den Tag. Ich lade dich ein, es mal auszuprobieren.Mehr Infos zu #23challenge findest du hier.