Deltatreffen No.1- 2009

deltalogo_web_091Ich war vergangenes Wochenende auf den Delta-Treffen. Zum ersten Mal durfte ich es mit Holger zusammen organisieren und auch mitverantworten. Wir waren diesmal eine kleinere dafür vertraute Runde. Ziel der Delta-Treffen ist es eine Plattform für Begegnung und Entwicklungsimpulse zu sein. Hier treffen sich Menschen, die mit Jesus unterwegs sind, die offen für Veränderungen sind, die nach neuen Wegen suchen gemeinschaftlich mit Jesus zu leben, die kritisch fragen und sich hinterfragen lassen.

Ich gab am Freitag ein Impulsreferat zum Thema Zweifel. Warum Zweifeln? Macht Zweifeln Sinn? Dürfen Christen zweifeln? Am Samstagmorgen ging ich in zwei Barcamps, eines über das Thema „Umgang mit destruktivem Zweifel“ und eines darüber „wie wir mit Jesus Beziehung leben“. Am Samstagnachmittag beteiligte ich mich an verschiedenen OpenSpaces. Gearbeitet wurde an der Fragestellung was unsere Erwartungen an die Deltatreffen sind. Daraus gegeben sich verschiedene neue Fragestellungen, die erarbeitet wurde. Es wurde reichlich ausgetauscht. Die Ergebnisse wurden schließlich am Abend präsentiert. Danach gingen wir in eine Jesus-Zeit über. Recht klassisch mit Lobpreis, Offenheit für prophetische Worte und Gebet füreinander.

Am Sonntagmorgen gab es eine von mir kreierte meditative Jesus-Zeit. Ich baute vier Stationen auf: Station 1 Bildbetrachtung; Station 2 über Zitate nachdenken; Station 3 Psalmen meditieren und beten; Station 4 Bodyprayer. Danach gab ich noch einen Impuls weiter über das berüchtigte „Leben im Geist“.

Bei den Essens, Chill- und Freizeitzeiten durfte ich viele gut Gespräche führen und mich mit genialen Menschen unterhalten. Es tut so gut sich mit Leuten zu unterhalten die ähnlich ticken, ähnliche Fragen haben und auf einer ähnlichen Reise sind. Es ist spannend von Menschen zu hören, die ihre Gemeindesysteme verlassen haben und neue Formen von gemeinsamer Jesus-Nachfolge suchen. Und auch auf Menschen zu treffen, die aus Gemeindesysteme heraus sind und sich nun viele Fragen trauen zu stellen, die als Tabu galten. Und von Menschen zu hören, die schon neue Wege gehen und sich damit auf Wege eingelassen haben, die „niemand“ vor ihnen gegangen ist.

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Konferenz!?

conference-281922_7776Ich war neulich wieder mal auf einer christlichen Konferenz. Erst Ende letzten Jahres habe ich mich nach langen wieder auf dieses Parkett gewagt. Hier habe ich davon berichtet. Diesmal blieb ich sogar einen ganzen Tag und es hat sich gelohnt. Ich hatte ein paar gute Spots und Gespräche mit interessanten Menschen. Des weiteren hatte die Konferenz sehr gute Elemente. Doch insgesamt merkte ich wieder einmal, dass die gesamte Aufmachung überhaupt nicht mein Stil ist. Ich gehöre wohl zu einer anderen, neuen Generation, die mit der reinen Programmorientiertheit nicht so viel anfangen kann. Und so muss es mit mir noch ganz vielen gehen, denn schließlich war die Zahl der in meinem Alter Anwesenden nahe Null. Wieder mal fragten sich die Veranstalter, warum den so wenige junge Erwachsene kamen und drückten ihr Bedauern darüber aus. „Man hätte mich ja mal nach den Gründen fragen können oder nach meinen Befinden“, dachte ich. Das hat man natürlich nicht gemacht, aber man kennt mich ja auch nicht… Tja, im Mittelpunkt steht das Programm und die Bühne. Mein Wunsch und Anliegen dagegen war es Menschen zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen wie sie ihre Beziehung mit Jesus leben, wie sie beten, wofür ihr Herz schlägt… Doch dafür ist kaum Raum im Programm noch bei den Teilnehmern selbst. Am einfachsten konnte man tatsächlich mit den Menschen, die einen Stand hatten, ins Gespräch kommen. Die wollten r ihre Arbeit präsentieren und waren auf Gespräche eingestellt. Und der Rest? Symptomatisch war eine Begegnung mit einem Mitverantwortlichen. Nachmittags traf man sich in kleinen Themengruppen und er moderierte dieses Treffen in genialer Art und Weise. Nach dem Treffen ging ich auf ihn zu und gab ihm mein Feedback und wollte mit ihm ins Gespräch kommen. Nach meinen ersten Sätzen und seinem Kommentar dazu, beendete er auch sofort das Gespräch mit den Worten: „Dann wünsch ich ihnen noch eine schöne Konferenz!“ Ich dachte mir nur: „Wenn wir uns jetzt cool weiter unterhalten würden, wäre sie sogar „schön“ geworden!“ In diesem Sinne freue ich mich schon auf das nächste Delta-Treffen. Dort kann ich mich in entspannter Atmosphäre mit Menschen unterhalten und mich durch die Gespräche inspirieren lassen und gleichzeitig gute, befähigende Gedanken mitnehmen.

Dinkel-Ciabatta und Zimtgeruch

Es ist Samstagabend. Ich sitze zuhause mit meiner Frau und wir unterhalten uns angeregt. Die neuste Ausgabe von THE RACE liegt auf dem Wohnzimmertisch und irgendwie wird sie zum Inhalt unseres Gesprächs. Mir ist da nämlich was aufgefallen. Es ist immer ganz spannend wie die einzelnen Autoren sich vorstellen. Unter meinem Artikel steht:

Martin Preisendanz (29) wohnt mit seiner Frau Rebekka in Meiningen. Nach seiner Ausbildung als Werkzeugmechaniker hat er Theologie studiert. Er ist Theologe, Mitarbeiter bei Destiny Design und Teil von People Movement.

Klingt doch nicht schlecht, oder? Das dachte ich zumindest bis gerade eben.

Doch was lese ich da? Daniel stellt sie so vor:

ciabatta-463476062_dad8db85f1_mDaniel (26) hat vor kurzem Nina geheiratet und genießt das Familienleben mit ihr und seiner Stieftochter Moana. Das junge Paar ist Mitglied in der ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord und sucht als Teil der emergenten Szene nach zeitgemäßen Formen gemeinschaftlicher Nachfolge. Daniel studiert BWL (Marketing) an der Berlin School of Economics. Nebenberuflich ist er journalistisch tätig, u. a. als Referent für Pressearbeit beim Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD). Er freut sich über frisch gemahlenen Kaffee und das selbst gebackene Dinkel-Ciabatta seiner Frau.

Und ein paar Seiten weiter sagt Kerstin über sich:

Kerstin (41) ist Autorin, Verlegerin und Coach, lebt in Berlin, liebtzimt-191073_461949851 Zimtgeruch und Geflügel (nicht unbedingt gleichzeitig). Sie lernt gerne Neues und ist gerade sehr vom Konzept der Gewaltfreien Kommunikation beeindruckt, das sie auch für diesen Artikel inspiriert hat.

Dinkel-Ciabatta? Zimtgeruch? Ich bin irritiert: Macht man das heutzutage so? Habe ich da was verpasst? Oder ist dies Ausdruck des berühmten Berliner Flairs? Ich teile meiner Frau meine Verwunderung mit. Sie findet diese Art sich vorzustellen toll. „Das macht die Autoren nahbar! Man hat das Gefühl, dass man ein Stück mehr Einblick in ihr Leben bekommt! Man erfährt mehr als das was eh jeder schon weiß“, merkt sie an. Habe ich was falsch gemacht? Es scheint so. Wer will schon wissen, dass ich Teil von People Movement bin? Wer macht sich denn ernsthaft darüber Gedanken, was dieses Destiny Design ist? Und welcher Leser meines Artikel weiß von mir noch, dass ich eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker gemacht habe? Schluss mit diesen bodenständigen, vorpostmodernen, klassischen Vorstellungen von mir. Also vergesst was ich über mich gesagt habe, wobei ihr es euch ja eh nicht gemerkt habt.

Martin Preisendanz (29) ist verheiratet mit Rebekka. Sie leben in einem 57,7m² Arbeiterschließfach. Er liebt den unverwechselbaren Plomari Ouzo und selbstgemachtes Sushi. Er ist überzeugter Vita-Cola-Konsument und ein Café, das einen Stracciatella-Milchshake anbietet erhöht mit ihm seinen Umsatz. Ach ja und Theologe ist er auch noch.

Hört sich das schon besser an? Wohl eher zu viel des Guten.

Fazit: Selbstdarstellung war bisher nicht gerade meine Stärke. Potential für Wachstum. An dieser Stelle ein Danke an Daniel und Kerstin. Ihr habt mich auf eine neue Fährte gelockt.

Warum ich wieder faste

ed5462b900Mit dieser Überschrift ist ein Artikel von mir in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift THE RACE erschienen. Zu jeder Ausgabe werden bestimmte Artikel online gestellt und sogar als podcast angeboten. Sehr lobenswert! Zum Podcast habe ich es noch nicht ganz geschafft, jedoch wurde mein Artikel online gestellt. Hier kann er gelesen und anschließend sogar kommentiert werden. Bin gespannt auf eure Reaktionen.

In dem Artikel erzähle ich Kevins Reise mit dem Thema Fasten. Durch verschiedene Begegebenheiten wurde seine Leidenschaft fürs Beten und Fasten in Frage gestellt. Das führte ihn ins Nachdenken und sein Denken wurde auf den Kopf gestellt. Wer erfahren will, wie es ihm damit ging, wie er damit umgegangen ist und wie es ihm heute damit geht sollte den Artikel unbedingt lesen. Im großen und ganzen meine Antwort auf den Nasiräer-Hype vor ein paar Jahren. Noch eine wichtige Anmerkung, um Missverständnisse vorzubeugen: Mein Bericht ist eine fiktive Geschichte, in die ich aber Biografisches mit eingebaut habe.

Außerdem empfehle ich euch den genialen Artikel von Axel Brandhorst über tote Pferde. Diesen Artikel gibt es hier sogar als Podcast.

Städtegebet: Frankfurter Bankenviertel

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Anfang März war ich zum ersten mal in meinem Leben im Frankfurter Bankenviertel. Ich fühlte mich von Gott hier her geführt, um dort zu beten, die Stadt zu segnen und hinein zu spüren. Eine meiner Fragen war: Was will Gott uns angesichts der Bankenkrise sagen?

Frankfurt drückt einen gewissen besonderen Glanz aus, der Menschen anzieht. Die Bankenwelt hat daran einen großen Anteil. Dieser Glanz scheint auch durch die Finanzkrise nicht angekrazt zu sein. Ich spürte keine Krisenstimmung, sondern den Glauben an die eigene Stärke. Gemeinsam hat man große Gewinne eingefahren und gezeigt wie erfolgreich man arbeiten kann und nun, da die Zahlen nicht stimmen, wird man sich aus dem Tal schon rausbringen können.

Schon krass diese riesen Wolkenkratzer. Einer gigantischer und neuerdings ökologischer als der andere. Was macht diese Architektur mit den Menschen die dort arbeiten? Überträgt sich nicht in gewisser Weise die Maßlosigkeit der Bauten auf ihr Sein? Fragen, die ich mir gestellt habe.

frankfurt-main-038Neben den Banken schaute ich natürlich noch bei der Frankfurter Börse vorbei. Im Gegensatz zu den Banken ein geradezu bescheindenes Gebäude. Ein großes Plakat mit der Aufschrift „Aufschwung“ hing gut sichtbar an der alten Fassadenfront. Ich setzte mich auf die Bänke vor der Börse und harrte der Dinge, die da kommen mögen. Ich dacht mir: Jetzt bin ich gespannt was mir ihr so passiert. Ich saß keine fünf Minuten als mich ein junger, etwas heruntergekommener Mann mit eingegipstem Arm ansprach und um Hilfe bat – finanzieller Hilfe. Er wollte sich einen Döner genehmigen. Wenige Minuten später kam eine verwirrte alte Frau auf mich zu und labberte mich an. Was sie eigentlich sagen wollte verstand ich nicht. Sie sprach von Banken, Geld, Krise, der EU, alles Geld weg, das ist schlimm, wen kann man noch vertrauen… Ich fragte mich warum die diese Menschen genau mich ansprachen, denn ich saß nicht allein vor der Börse. Fragen kamen mir: Wer hört diesen Menschen hier zu? Wer nimmt ihre Nöte ernst?

Germany`s Next Top … Blog

Herzlich willkommen zur ersten Staffel von Germany`s Next Topblog. Wir präsentieren Ihnen nun die vier zur Auswahl stehenden Kandidaten und bitten sie liebe Leser(-innen) an dieser Umfrage teilzunehmen.

Kandidat 1:

brotvermehrung.de (Nein, das ist jetzt nicht der Versuch Bäcker Süpkes Welt-Blog Konkurrenz zu machen. Wer würde das schon wagen? Hier geht es um ein ganz spezielles Brot)

Kandidat 2:

destinydesign.de (Endlich: Destiny Design goes Web 2.0. Innovative theologische Ausbildung, kreative, horizonterweiternde Veranstaltungen und Beratung&Knowhow. Vielleicht ist auch was für dich dabei?)

Kandidat 3:

shifthappens.de (Das Onlinemagagzin für Veränderung. Und Veränderung hat unsere Gesellschaft nötig. Wie es gehen könnte, wird hier beschrieben)

Kandidat 4:

bittner-und-network.de (Naviagationsconsualting. Beratung, die Sinn macht)