Frohe Weihnachten

Ich freue mich tierisch auf Weihnachten. Gut, dass es jetzt los geht. Wünsche euch frohe Weihnachten und erholsame Tage. Genießt das Leben, feiert und lasst es euch gut gehen.

Wir haben den heutigen Tag als Gemeinschaft mit einem leckeren bayrischen Brunch begonnen. Gefolgt von einer meditiativen Zeit der Ausrichtung auf Jesus. Mit Hilfe von „Body prayer“ haben wir verinnerlicht, was wir an unseren Herrn und Freund Jesus haben. Abschleißend Abendmahl gefeiert. Danach gab es noch ein Weihnachtsquiz. Heute abend kommen wir wieder in zwei Gruppen zusammen und werden gemeinsam fett essen, wichteln, labern …

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Städtegebet: Magdeburg

Ich habe mich in der letzten Zeit mit der Deutschen Geschichte beschäftigt und ganz besonders mit den bedeutendsten Städten – Städte, die im Verlaufe unserer Geschichte eine zentrale Rolle gespielt haben. Wo fanden zentrale Ereignisse statt? Dabei bin ich auf Magdeburg aufmerksam geworden

Anfang Dezember habe ich schließlich einen Abstecher nach Magdeburg gemacht. Gott hat mir diese Stadt aufs Herz gelegt und ich wollte dort unbedingt mal sein, um für diese Stadt zu beten und Gott zu fragen wie er diese Stadt sieht.

Magdeburg ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern. Kaum eine andere Stadt im mitteleuropäischen Raum hat eine vergleichbar bewegte historische Vergangenheit wie sie. Einst Kaiserresidenz, Hansestadt und preußische Festung wurde Magdeburg immer wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht. Doch auch immer wieder gab sie sich eine neue Zukunft und wurde neu aufgebaut.

Magdeburg ist eine sehr interessante Stadt, die völlig unterschätzt wird und die so viele Menschen überhaupt nicht im Blick haben. Sie war und ist ein alte, bedeutende Stadt, die es zu entdecken gilt. Magdeburg hat vieles zu bieten: Historisches und modernes, kreatives und grünes. Besonders emfehlenswert ist ein Besuch von Hundertwassers „Grüner Zitadelle“ (Hundertwasser in Vollendung), einen Blick auf den mächtigen Dom und einen Spaziergang entlang der Elbe und dem breiten Weg. Für Kabbarettfans ist die Magdeburger Zwickmühle ein muss. Mehr Infos über Magdeburg gibt es auf deren Homepage. Dort kann man u.a. einen virtuellen Stadtrundgang durchlaufen.


Ethische Entscheidung: Testauflösung

Nun komme ich zur Auflösung des Testes von Marc Hauser. Er stellte die beiden Testfragen allen möglichen unterschiedlichen Menschen. Er fragte Amerikaner wie Chinesen, Alte wie Junge, Atheisten wie Gläubige, Frauen wie Männer, Arbeiter wie Akademiker. Fast jeder der Befragten würde bei der ersten Frage die Weiche umstellen. Lieber würde er den Tod von einem einzigen Menschen in Kauf nehmen, um dadurch das Leben von fünf Menschen zu retten. Bei der zweiten Frage dagegen würde nur jeder sechste den dicken Mann draufgehen lassen, um das Leben den fünf anderen Menschen zu retten. Ist das nicht eigenartig? Ob ich nun die Weiche stelle oder den Mann herunterwerfe kommt doch auf dasselbe hinaus! Ein Mann stirb, dafür werden fünf gerettet. Eigentlich gibt es von der Bilanz der Toten her gesehen keinen Unterschied. Und doch scheint ein großer Unterschied zwischen den beiden Fällen zu liegen. Ob ich nun den Tod eines Menschen in Kauf nehme oder ob ich ihn aktiv herbeiführe, ist ganz offensichtlich nicht das gleiche. Aktives Eingreifen wird moralisch anders betrachtet, als etwa einen Befehl auszuführen. Das ist auch gut in Kriegen sichtbar. George W. Bush wird wahrscheinlich weit weniger ein Problem damit haben, dass er für den Befehl zum Krieg im Irak gegeben hat und damit den Tod von vielen Irakern besiegelt hat, als der Soldat an der Front, der Menschen getötet hat. Präsident Truman wird im Gegensatz zu den Soldaten, die die Atombombe auf Hiroschima und Nagasaki abgeworfen haben weit weniger seelische Probleme bekommen haben. Es fällt uns Menschen also leichter durch abstraktere Methoden Leute umzubringen. Lieber drücken wir einen Knopf der eine Kettenreaktion auslöst, als dass wir jemand das Messer in die Brust stechen.

Hauser machte einen zweiten Test. Diesmal gab er die beiden Frage Menschen mit Schäden in der ventromedialen Region des Stirnlappens. Bei der ersten Frage antworteten die hirngeschädigten Befragten gleich wie die Gesunden. Jedoch musste bei ihnen der dicke Mann dran glauben. Ohne zu zögern wären sie bereit den Mann vor den Zug zu stürzen. Daraus schließt Hauser, dass diesen Menschen durch ihren Hirnschaden das moralische Gefühl fehlt oder anders funktioniert. Ist Moral nun genetische Veranlagung oder kulturelles Wissen? Beide spielen wohl unzertrennlich ineinander. Leib und Seele können nicht voneinander losgelöst betrachtet werden. Das bestätigt auch das biblische Menschenbild.

P.S. Die beiden Geschichten habe ich in Richard Davids Prechts Buch Wer bin ich und wenn ja wie viele gefunden. Hauser ging es mit diesem Test darum zu beweisen, dass ein Moralgefül im Menschen nachgewiesen werden kann. Er geht dabei sehr weit. Ich glaube eher nicht, dass mit solch einem Test diesbezüglich klare Aussagen getroffen werden können.

Ethische Entscheidung: Ein Test

Der Psychologe Marc Hauser hat folgende zwei Geschichten mehr als 300.000 Menschen erzählt und sie danach befragt, was sie getan hätten.

Lies mal beide Geschichten nacheinander durch und beantworte dann jeweils die beiden Fragen intuitiv.

Geschichte 1: Ein Waggon rast völlig außer Kontrolle über das Gleis direkt auf fünf Gleisarbeiter zu. Sie, lieber Leser, stehen an der Weiche und sehen den führerlosen Wagen heranbrausen. Wenn Sie die Weiche nach rechts umstellen, können Sie das Leben der fünf Männer in letzter Sekunde retten. Der einzige Haken dabei ist: Wenn der Waggon nach rechts abbiegt, überfährt er ebenfalls einen Gleisarbeiter – allerdings nur einen einzigen. Was würden Sie tun? Warum würden Sie es tun?

Geschichte 2: Wieder haben wir einen führerlosen Waggon zu tun, und wieder rast er auf die Weiche und die fünf Gleisarbeiter zu. Diesmal aber stehen Sie nicht an der Weiche, sondern auf einer Brücke über dem Gleis. Sie suchen nach etwas, was Sie von oben auf die Bahngleise runterwerfen können, um den Waggon aufzuhalten. Das Einzige, was Sie sehen, ist ein großer dicker Mann, der neben Ihnen auf der Brücke stehet. Das Geländer ist nicht hoch. Alles was Sie tun müssten, wäre, den Mann kräftig von hinten zu schubsen. Sein schwerer Körper würde den heranrasenden Eisenbahnwagen aufhalten, die fünf Gleisarbeiter wären gerettet. Würden Sie es tun? Warum würden Sie es tun?

Zur Auflösung geht es hier weiter.