Verschiedene Begegnungen und Gespräche lassen mich wieder aufhorchen. Das Thema ist aktuell, sehr aktuell und wird es immer bleiben. Viele Kinder tun sich enorm schwer sich in gesunder Weise aus ihrem Elternhaus zu lösen und viele Erwachsene wollen ihre Kinder gar nicht loslassen, sondern halten sie schön bei der Stange und unter ihrer Kontrolle. Schließlich soll sich die Investition gelohnt haben. Gerade in „christlichen“ Familien, die sich genau an die Gebote Gottes halten wollen, nehme ich große Unsicherheit und falsche Denkvoraussetzungen wahr. Was sagt denn eigentlich die Bibel?

  • Wir brauchen eine gesunde theologische Reflektion des biblischen Befundes. Das vierte Gebot „seine Eltern zu ehren“ muss mit der Aufforderung „Vater und Mutter zu verlassen“ verbunden werden. Meine Sicht ist hier zu finden.
  • Wir brauchen Eltern, die ihre Kinder auf das Erwachsensein vorbereiten und mit ihren Kindern auf die Loslösung bzw. Eigenständigkeit hinwirken
  • Wir brauchen Kinder die sich aus dem warmen, bequemen Nest der Eltern lösen und anfangen Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.
  • Wir brauchen Kinder, die mit Hilfe von Coaches, Mentoren, Therapeuten ihre Elternbeziehung reflektieren, die Familiengeschichte anschauen, um zu schauen, inwieweit und wo das Elternhaus fördernd oder blockierend war.
  • Wir brauchen Kinder, die ihren Eltern dankbar sind, für alles Gute.
  • Wir brauchen Eltern, die für ihre Kinder sorgen und sie nicht ausnutzen (allen voran emotional)
  • Als Menschen, die Jesus nachfolgen, sollen wir dies nicht alleine tun, sondern mit anderen Menschen unser Leben teilen. Diese Menschen sollen für uns auch zu einer Familie werden und das nicht nur geistlich gesehen.

Familie ist ein sehr wichtige und sensible Sache, da wir Menschen Sehnsucht nach Familie haben. Gerade deshalb sollte „Gemeinde“ auch als Familie verstanden und gelebt werden. Miteinander leben, sich mitteilen, sich aushalten, sich ermutigen, sich trösten, auf Vertrauen basierte Beziehungen leben, sich öffnen, sich aufeinander einlassen und das alles in einem verbindlichen Rahmen.

     

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