Ein Kunstwerk braucht Zeit

Wolfgang Vorländer vergleicht die Ehe mit einem Kunstwerk (verallgemeinert kann man auch sagen: Freundschaft = Kunstwerk). Kunst aber entsteht nicht einfach so. Es bedeutet viel Arbeit, Nachdenken, Mühe und Zeit um ein Kunstwerk zu erstellen. Am Anfang ist die Idee, man träumt, macht sich Gedanken, lässt sich inspirieren, setzt sich hin, fängt motiviert an, schnell geht es voran, man schwimmt auf der Erfolgswelle, erste Zweifel kommen, man verwirft manches wieder, macht trotzdem weiter, ist zwischendurch gefrustet, braucht Ermutigung von Außen, langsam geht es voran, gute kreative Tage wechseln sich mit schweren lustlosen Zeiten, mehr und mehr wird die Schönheit sichtbar, bis, ja bis die Genialität, Schönheit, Ästhetik, der Zauber des Kunstwerks greifbar wird und man noch viel mehr begreift ist die beste Wahl getroffen zu haben. „Ein Kunstwerk braucht … Zeit, und zwar viel Zeit. Nur Kitsch lässt sich schnell herstellen. Die Zeit ist für gestaltete Beziehungen nicht der Zerstörer, sondern ein höchst notwendiger Faktor: je länger, desto tiefer und reicher kann eine Beziehung erfahren werden.“ (Wolfgang Vorländer) Das Geheimnis ist das Wort GESTALTEN! Wir müssen gestalten!! Wir müssen unsere Beziehungen und ganz allgemein unser Leben gestalten. Das habe ich mir auf die Fahne geschrieben. Deshalb arbeite ich u.a. auch bei Destiny Design mit.       

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Wie will ich sein?

Immer in Bewegung zu sein ist eine Herausforderung und doch so wichtig, denn Bewegung heißt Veränderung. Die Welt verändert sich rasant – komme ich mit? Muss ich überhaupt immer mitkommen? Diese Frage bringt mich zu den Überlegungen, wie ich eigentlich leben will. Ich halte das für eine sehr entscheidende Frage. Viele Menschen leben halt einfach so und je nach Persönlichkeit halten sie es auch lange genau so aus. Und dieses „halt so“ ist auch oft gleich mit dem bekannten Leben. Welche Lebensentwürfe kenne ich? Wolfgang Vorländer hat sich auch so seine Gedanken gemacht und schreibt: „Wenn ich darüber nachdenke, wer ich sein will und wie ich sein will, bin ich schon längst. Wenn ich anfange mir Gedanken über meine Lebensweise zu machen, liegt ein erheblicher Teil meines Lebens bereits hinter mir: zwanzig, dreißig, vielleicht fünfzig Jahre. Ich bin kein unbeschriebenes Blatt mehr.“ Genau das ist der Punkt, der uns oft Schwierigkeiten bereitet. Deshalb ist es so wichtig in Bewegung zu sein, über den Tellerrand hinauszuschauen und Veränderung zu bejahen. Es ist nicht einfach Altes hinter sich zu lassen, aber oftmals nötig, denn man will es ja eigentlich. Ich will in Bewegung sein. Ich bin dankbar mit Menschen unterwegs zu sein, die mich das gelehrt haben und die mich immer wieder anfeuern und anpixen nicht stehen zu bleiben.  Lebe ich gerade, wie ich (und Gott) es wollen?  

Sinn und Sinne

Lese gerade ein Buch von Wolfgang Vorländer mit dem Titel: „Der Heilige Geist und die Kunst zu leben“. Dabei bin ich über ein schönes Zitat gestoßen: „Kein Sinn ohne Sinne! Je weniger Sinnlichkeit, desto weniger Leben.“ Ja, unsere Sinne gehören nicht nur zu unserem Leben, sie sind auch in gewisser Weise ein Gradmesser. Kann ich die Schönheit des Lebens riechen, spüren, fühlen, schmecken? Habe ich Menschen als Freunde die mein Leben schön machen? Und erlebe ich meine Beziehung zu Jesus als schön machend? Gott ist Schönheit, denn Gott ist das Leben! Er kann unsere Sinne für ihn und damit für das Geschenk des gottgeliebten Lebens öffnen. Auch im Elend, in Schmerz und Schwachheit läßt er seine Liebe zu uns aufleuten. Ein Leben mit ihm ist Leben mit geheilten Sinnen und mit geschenktem Sinn! Das macht MUT!

Nun auch Ich!

Nach langem Überlegen und großem Zögern habe ich mich entschieden zu bloggen. Was mich antreibt, ist euch an dem, was ich an Reichtum in Gottes Wort entdecke, teilhaben zu lassen. Mal sehen ob`s funktioniert… Vielen Dank Marcus für die Einführung und den Austausch über das Bloggen!

Martin Preisendanz