Martin Preisendanz

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Jahr der Stille 2010: Zitate

November 28, 2009 · 1 Kommentar

Seit dem ersten Advent (29.11.2009) läuft das Jahr der Stille. Das Anliegen dahinter ist es Menschen dazu zu motivieren, einen Mentalitätswechsel durchzuführen. Nicht „Stille“ in der Hektik des Alltags zu „machen“, sondern aus ihr zu leben und aus einer veränderten Haltung heraus dem Alltag zu begegnen. Ich werde hier auf meinem Blog immer wieder Impuls dazu schreiben. Heute liste ich einige Zitate auf, die sich mit dem Thema Stille beschäftigen.

„Zeiten der Stille, sind Zeiten mit und für Gott. So kommt man in Gott zur Ruhe, erspürt etwas von der Stille der Ewigkeit.“ Afschin Kamrani, (*1968), Webdesigner

„Wir fürchten die Stille, weil wir dann unsere innere Stimme hören könnten.“ Pascal Lachenmeier, (*1973), Schweizer Jurist

„Wenn du dir die Zeit nimmst, um die Stille zu hören, wirst du viele Entdeckungen machen.“ Verfasser unbekannt

„Wir brauchen die Stille, um Herzen anrühren zu können.“ (Agnes Gonxha Bojaxhiu) Mutter Teresa

„Stille ist nicht müdes Warten, sondern innerstes Wachsein.“ Hanna Hümmer

„Was in der Stille auf uns einwirkt, das wirkt sich auch auf uns aus – und auf andere um uns herum.“ Peter Hahne, Moderator

„Stille ist keine Methode, sondern eine Lebenseinstellung.Peter Hahne, Moderator

„Alle Theologie ist ein Stillewerden vor Gott.“ Friedrich von Bodelschwingh, evangelischer Theologe und Hilfswerkgründer

„Vielleicht hilft uns die Stille mehr als alles andere zu der Einsicht, dass Gott uns rechtfertigen und die Dinge unseres Lebens in Ordnung bringen kann.“ Richard J. Foster, amerkanischer Theologe und Autor

Wenn ihr auf hier klickt, kommt ihr zu einer Geschichte zum Thema Stille, die ich geschrieben habe.

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Deltatreffen Okt. 09

Oktober 21, 2009 · 7 Kommentare

Vergangenes Wochenende war ich auf dem Delta-Treffen. Zusammen mit Holger habe ich das Wochenende organisieren und auch mitverantworten. Erfreulicherweise kammen wieder ein paar Neue und so kamen wir zusammen mit den Kindern auf eine stattliche Zahl von fast 60 Teilnehmer/-innen. Beim Deltatreffen kommen Menschen zusammen, die mit Jesus unterwegs sind, die offen für Veränderungen sind und nach neuen Wegen. Immer mehr Christen hinterfragen die institutionalisierte Gemeinde. Sie kommen mit deren Systemen und Hierarchien nicht mehr ganz zurecht. In fast allen Gesprächen höre ich den starken Wunsch nach mehr Gemeinschaft und authentischen Beziehungen heraus. Wie kann das umgesetzt und gelebt werden – innerhalb von Gemeinde und außerhalb?  Ziel der Delta-Treffen ist es eine Plattform für Begegnung und Entwicklungsimpulse zu sein.

Am Freitagabend habe ich ein Impulsreferat zum Thema Teilen gehalten. Der Wunsch nach mehr Gemeinschaft ist da, doch schnell werden wir dabei mit unserer sehr individualistischen Prägung konfrontiert. Besonders dann, wenn die Gemeinschaft familiärer wird. Wenn wir darüber reden, wie wir Gemeinschaft leben wollen, dann muss zur Sprache kommen, was wir bereit sind mit anderen Menschen zu teilen. Was sind unsere Erwartungen an die anderen und wo liegen unsere persönlichen Grenzen? Dazu habe ich am Samstagvormittag auch ein Barcamp gemacht mit für mich wichtigen Fassetten für mein Leben.

Bei den Essens, Chill- und Freizeitzeiten durfte ich viele gut Gespräche führen und mich mit genialen Menschen unterhalten. Es tut mir gut und inspiriert mich die Geschichten von so unterschiedlichen Menschen zu hören. Ich freu mich auf das nächste Mal.

Für alle die twittern unser Hash-Tag war #dt09 und #deltatreffen.

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Geschichte zum Jahr der Stille: Julias Tag

Oktober 13, 2009 · 1 Kommentar

Diese folgendene Geschichte habe ich für die neuste klartext-Ausgabe, der Bibellesezeitschrift des Bibellesebunds für junge Erwachsene, geschrieben. Damit beteilige ich mich auch am Jahr der Stille. Die Geschichte ist zudem Ausdruck meines Anliegens Theologie (theologische Inhalte) narrativ, also erzählend, zu vermitteln. Gefällt sie euch?

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Eine Stunde noch! Wie sollte sie das alles noch erledigen? Duschen, essen, E-mail an den Prof schreiben, sich mit einer Studienkollegien wegen des morgigen Vortrags abstimmen und dann noch den Hauskreis vorbereiten. Stress pur. Julia hasste solche Tage. Morgens schon gleich mal verschlafen, gerade noch rechtzeitig zur Vorlesung erschienen, die sich als superlangweilig herausstellte und die Frage aufwarf, warum sie nicht gleich im Bett geblieben ist. Im Anschluss hatte sie dieses wichtige Gespräch mit dem Prof über die Abschlussarbeit. Nach anfänglichem Zögern konnte sie ihn doch von ihrem Thema überzeugen. Ein kleiner Erfolg! Gutgelaunt hetzte sie dann zum Cafe, wo sie sich mit einer Freundin zu einem Kaffee Latte Crema traf. Wieso hatte sie sich eigentlich beeilt, wo doch ihre Freundin - wie nicht anders zu erwarten – zu spät kam? Gleich nach der Bestellung kam der erste Anruf. Stöhn! Nach dem dritten Anruf hatte sie es endlich geschafft das Handy abzuschalten. Warum auch alle immer was von ihr wollen? Die Stunde verging viel zu schnell. Die Nachmittagsvorlesungen standen an. Oh man, manche Dozenten können sich so geschwollen, unverständlich ausdrücken und machen das Zuhören zur Tortur. Völlig erledigt kam Julia zu Hause an, um festzustellen, dass nur noch eine Stunde Zeit blieb bis zum Hauskreis. Ach ja und mit Abwasch wäre sie diese Woche auch noch dran gewesen.

Wie sagt man so schön: Besondere Situationen erfordern besondere Lösungen. Julia kam pünktlich zum Hauskreis, allerdings ohne Vorbereitung. Ihr Leben machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Es gibt eben solche Tage. Während die anderen sich gerade begrüßten, kam ihr zum ersten Mal der Gedanke, dass ihre Situation nicht blöd ist, sondern sogar eine Chance. Ging es nicht oft den anderen auch so? Rastlosigkeit und Geschäftigkeit nehmen einen gefangen. Oft regieren nur Stress und Hektik. Stille wäre jetzt nötig, aber wir kommen so selten dazu. Lag darin vielleicht die Gelegenheit? Die anderen waren schon gespannt auf Julias Beitrag. Sie fing einfach an, von ihrem Tag zu erzählen, von ihrer Geschäftigkeit, dem Trubel, der sie schon fast das erfolgreiche Gespräch mit ihrem Prof vergessen ließ. Julia spürte, wie die anderen sich in ihrem Tag wiederfanden. Lass uns doch einfach jetzt eine Zeit der Stille haben und auf Gott hören, schlug sie vor, was sogleich Zustimmung fand, denn den anderen wurde klar, dass sie eigentlich alle Sehnsucht nach Ruhe hatten! Sie lässt sich in unseren Tagen immer schwerer finden, weil Lärm, Hektik, Verpflichtungen und die vielen Termine sie von außen bedrohen, die ersehnte Stille. Und was passierte, überraschte Julia. Während der ersten Minuten fiel es ihr schwer einfach mal nichts zu tun und nichts zu denken, sondern sich auf Gott zu konzentrieren. Sie wurde schon ungeduldig, bis sie verstand, dass sie sich entspannen und Gott die Zeit überlassen musste. Mit der Zeit wurde sie immer ruhiger und die Stille tat ihr gut. Ihr kam nun der Psalm 23 in den Sinn. Sie schlug ihre Bibel auf und las den Psalm laut vor. Er berührte sie. Gott ist mein Hirte. Er führt mich zu den frischen Wasserbächen. Gehen wir mit? Ist es nicht oft so, dass wir in unserer Hektik kein Ohr mehr für Gott haben und so auch die Auen (übertragen: die Stille) verpassen, die uns so gut tun würden? Alle gingen gestärkt aus dieser Zeit. Wie können wir Stille in unseren Alltag bringen? Julia gab allen diese Frage mit nach Hause.

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Das Jahr der Stille

September 16, 2009 · 3 Kommentare

Ich möchte euch auf ein sehr cooles Projekt aufmerksam machen und zwar das „Jahr der Stille: Gottes Lebensrhythmus entdecken.“

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Das „Jahr der Stille 2010“ will helfen, Balance zu finden. Ein gesundes Gleichgewicht
zwischen Arbeit und Ruhe. Gottes faszinierenden Lebensrhythmus entdecken, den er
selbst in uns angelegt hat. Neue Impulse bekommen über das fruchtbare Wechselspiel
von Aktion und Stille. Stille einbauen lernen in den ganz normalen Alltag von Beruf,
Familie und Gemeinde. Beginn ist im Advent 2009.

Ziele des Projektes sind:

  • Gott in der Stille suchen. In ihm ruhen und sich gelassen an seiner Gegenwart freuen.
  • Gott im Gebet begegnen und achtsam sein Wort lesen.
  • Eine Neujustierung vornehmen für eine gesunde Balance zwischen Ruhe und Aktion
  • Stille-Zeiten, Retraiten und Fastenangebote neu entdecken
  • Hilfreiche Muster erlernen und sich austauschen über Erfahrungen mit der Stille.
  • Stille-Elemente einbauen in den Alltag von Familie, Beruf und Gemeinde
  • Als Leitungs- und Mitarbeiterkreise endtecken, wie Entscheidungen aus dem Hören auf Gott getroffen werden.

Ich will mich aktiv an der Aktion beteiligen und würde mich freuen, wenn viele im nächsten Jahr mitmachen, Stille in ihrem Leben zu integrieren, denn …

Stille ist etwas Gutes.
Aber wir kommen so selten dazu.

Arbeit und Stille gehören zusammen.
Aber oft regieren nur Stress und Hektik.

Eigentlich sind wir dafür.

Aber insgeheim laufen wir davor weg.

Hier gibt es noch eine Geschichte zum Thema Stille zu lesen.

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Lehrmaterial für Jugendgruppen

August 26, 2009 · Kommentar schreiben

Ich habe mir letztes Jahr viele Gedanken gemacht wie Jugendgruppen/Teeniekreisen und jungen Erwachsenen lehrmäßig geholfen werden kann. Oftmals mangelt es nicht an Ideen und Wünschen, sondern an der Zeit sich angemessen darauf vorzubereiten. Deshalb entsteht ein großer Bedarf nach geeignetem Lehrmaterial. „Habt ihr Lehrmaterial für mich?“ oder „Kannst du mir was empfehlen?“, bekommt man zu hören. Dem wollte ich abhilfe verschaffen und habe EXERCISE entwickelt. Das Anliegen des Lehrserie EXERCISE ist es, Menschen (im besonderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen) eine praxisrelevante auf die Bibel bezogene Lebensgrundlage zu geben und sie für ein aktiv-gestaltendes Leben in der Gesellschaft zu befähigen.

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Ich hoffe euer Interesse geweckt zu haben. Meldet euch einfach bei mir per mail. Mehr Informationen gibt es auf brotvermehrung.de.

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Geistliches Zuhause

Juli 10, 2009 · Kommentar schreiben

way 633964_83417366Sie sind ständig unterwegs – ohne Wurzeln. Sie laden sich die Predigten von ihren Topprediger herunter, gehen unregelmäßig in den quasi anonymen Gottesdienst ihrer Gemeinde, wobei es in der letzten Zeit bei einer anderen Gemeinde auch ganz gut abgeht. An Feiertagen ziehen sie lieber was Traditionelleres vor, denn die wilden, lauten Freikirchen sind zu wenig meditativ. Ach ja, zweimal im Jahr sieht man sie auch auf größeren Treffen den Konferenzen mit den angesagtesten Redner der christlichen Szene. Wobei es ihnen nach dem ersten Tag langweilig wird, doch was tut man nicht alles, um geistliche Nahrung zu bekommen. Man will sehen und gesehen werden; will nehmen, aber nicht geben; will andere kennenlernen, sich aber nicht anvertrauen; will kurze, effektive Gebete, aber keine langwierigen, schmerzhaften Prozesse. Sie sind ständig unterwegs, ohne Wurzeln. Es gefällt ihnen dort bei denen, doch es könnte ja woanders viel besser sein. Ständig auf der Suche, doch nach was? Wollen sie wirklich finden, oder gefällt es ihnen eigentlich genau so? Sie sind gegen Enge. Sie wollen reden, sich mitteilen, Verständnis erfahren und die Zeit vergeht und sie sind immer noch unterwegs.

Jesus-Nachfolger (Christen) brauchen ein geistliches Zuhause. Einen Ort an dem sie sein können und nicht den hippen, coolen, progressiven Typen abgeben müssen. Einen Ort an dem sie Annahme, Geborgenheit, Auferbauung, aber auch Korrektur erfahren. Einen Ort an dem sie sich mitteilen, in ihr Leben blicken lassen, beichten und mit ihren Kämpfen nicht alleine bleiben. Einen Ort an dem sie ihre Fragen stellen können, ohne dumm angeschaut zu werden. Einen Ort mit Raum für Zweifeln. Einen Ort, an dem die Schönheit des Lebens zelebriert wird. Einen Ort, der nicht alle Antworten kennt. Einen Ort, der sie vor Oberflächlichkeit bewahrt. Doch genau das fordert sie so heraus, denn sie sind so gerne ständig unterwegs – ohne Wurzeln. Und du?

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Sven on tour

Juni 9, 2009 · Kommentar schreiben

Folgende Geschichte habe ich für klartext gerschreiben. Als überzeugter Vertreter narrativer (erzählender) Vermittlung auch von Glaubensthemen, hier nun eine Geschichte, in der es um einen Zugang zu Gott geht, den Zugang über seine Schöpfung:

Sven ging es nicht so gut und das schon seit einigen Wochen. Langsam schlich sich Frust in sein Leben zu ein. Auslöser war die aktuelle Situation auf Arbeit gewesen. Die schlechte Auftragslage traf auch die Firma, für die er arbeitete. Als Abteilungsleiter musste er schon einen seiner Kollegen entlassen, was ihm ziemlich zusetzte. Außerdem kämpfte seine Abteilung immer wieder mit technischen Problemen. Immer mürrischer begegnete er fortan seinen Mitarbeitern, die ebenfalls angespannt und nicht weniger gut gelaunt waren. Selbst seine Jesus-Zeiten verliefen schleppend, wenn er sich dann mal Zeit für Jesus nahm. Die Bibel sprach nicht mehr zu ihm, beten kam eher dem Reden mit der Wand gleich und auch sonst fühlte sich Gott weit weg an. Immer öfter kreisten seine Gedanken über die gesamte Situation, ob er denn was falsch machte und was er daran ändern konnte.

Wald 385430_7396Es konnte so nicht weitergehen. Sven musste einfach mal raus – raus aus seinem Dorf, hinein in ein Abenteuer. Dem Rat eines Freundes folgend packte er am Wochenende, etwas skeptisch ob des Erfolges, seine Wandersachen und machte sich auf einen langen Tagesmarsch. Raus in die Natur, vielleicht half das ja. Die frische Luft tat ihm gut. Und während er so lief, auf einsamen Waldwegen, zwischen Äckern und Feldern quer über Wiesen, fing er an, Gott bitterlich sein Leid zu klagen. Er machte es wie David in seinen Psalmen. Alles was ihn ankotzte kam auf den Tisch. Und gleich hatte er das Gefühl befreiter durchatmen zu können. Nun war seine Wut dort, wo sie hingehört – bei Gott.  Seine Seele kam zunehmend zur Ruhe. Der frische Geruch der Bäume und Pflanzen, das sanfte Wehen des Windes, all das ließ sein Herz höher schlagen und führte ihn in den Lobpreis und das obwohl er gerade noch von vielem so angepisst war. Wow, wie groß dieser Gott sein muss. Was für ein erfindungsreicher Schöpfer! Wohin er auch schaute, alles so einzigartig und wunderschön. Warum hatte er nie darauf geachtet? Sven setzte sich auf einen Baumstumpf am Ende einer schönen Waldlichtung, packte sein Essen und die Bibel aus. Er las einen Abschnitt, meditierte darüber und die Gedanken sprudelten nur so. Die Texte sprachen zu ihm, sie wurden lebendig und berührten ihn. Wie entscheidend doch die Umgebung sein kann, um Gott zu begegnen, dachte er. Warum die Menschheit so viel Geld investierte, um teure Kirchenkomplexe hinzustellen, wo doch die Natur soviel mehr zu bieten hat. Sven musste an Adam und Eva denken. Gott schuf sie und setzte sie in einen Garten. Er baute ihnen keine Hotelanlage, keinen Palast, sondern überließ ihnen ein Stück Land. Jesus musste die Natur geliebt haben. Lehrte er nicht oft an der frischen Luft? Ja, er ging auch in die Synagogen, den Tempel und viele Häuser, dennoch war er viel draußen unterwegs. Er erklärte seinen Jüngern anhand der Natur die gute Nachricht. Ob das nicht alles Zeichen dafür sind, dass die Natur uns helfen kann, Gott näher zu kommen? Sven war sich ziemlich sicher. Die folgenden Kilometer waren die reinste Party. Die Schönheit der Natur verlor ihren Reiz nicht. Eigentlich war er schon immer ein Naturbursche gewesen. Als Kind spielte er viel lieber mit seinen Freunden im Wald, als PlayStation. Zu Hause angekommen, erschöpft und ausgepumpt, doch mental gestärkt, sah er seine Situation schon von einer ganz anderen Perspektive.

Als Sven am Montag wieder zur Arbeit kam, waren die Herausforderungen nicht verflogen, doch er hatte neue Zuversicht gewonnen. Er hatte seinen Zugang zu Gott entdeckt. Einen Weg, wie es ihm leicht fällt, mit Gott zu reden und auch seine Stimme zu hören. Wie gut hatte es ihm getan, mal seinen Frust laut herauszulassen, in der Einsamkeit des Waldes. Was sich in den eigenen vier Wänden komisch angefühlt hätte, fiel ihm draußen  zwischen Wald, Wiesen und Seen viel leichter. Nun ging es für Sven darum, dieses Wissen in seinen Alltag zu integrieren. Warum nicht Bibellesen in der Natur? Warum nicht den eigenen Garten mehr nutzen? Hätte er doch früher gewusst, wie gut ihm das tut…

Als kurze Zeit später ein Mitarbeiter mit einer neuen Ideen kam, um die technischen Probleme zu lösen, konnte Sven die anderen Mitarbeiter motivieren und siehe da – gemeinsam konnten sie Lösungen finden und der Zusammenhalt in der Truppe stieg wieder.

Wie geht es dir mit Gott? Bist du vielleicht ein Sven? Fühlst du dich Gott nahe, wenn du von seiner Schöpfung, von Wäldern, Bergen, Seen oder dem Meer umgeben bist? Kannst du dich nicht sattsehen an Gottes schöpferischer Vielfalt? Ist die Natur eher ein Ort der Inspiration für dich als andere? Probier es doch mal aus!

Mehr zum Thema gibt es bei in meiner EXERCISE-Serie: Freundschaft mit Gott

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Überdenken

Mai 19, 2009 · Kommentar schreiben

Wie wir unsere Beziehung zu Jesus leben sollten wir immer wieder überdenken und dabei ehrlich sein. Folgende Textpassage kann dazu anregen:

„No. I don`t have any doubts about God or anything; it`s just me. I feel like I am constantly saying things I don`t mean. I tell people they should share their faith, but I don`t feel like sharing my faith. I tell people they should be in the Word, but I am only in the Word because I have to teach the Word. I said to a guy the other day, `God bless you.` What does that mean? I have been saying that stuff all my life, but what does that mean? Then I started thinking about all the crap I say. All the cliches, all the parroted slogans. I have become an infomercial for God, and I don`t even use the product. I don`t want to be who I am anymore.”

Donald Miller in Blue like jazz

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Jesus und Jazz

Mai 3, 2009 · Kommentar schreiben

jazz-567163_41997145„I think Christian spirituality is like jazz music. I think loving Jesus is something you feel. I think it is something very difficult to get on paper. But it is no less real, no less meaningful, no less beautiful.” (Donald Miller in Blue like Jazz, S. 239)

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Der Akkordeonspieler

April 7, 2009 · 2 Kommentare

akkordeon-735515_10065531Zugegebenermaßen, ich bin kein großer Fan von Akkordeons. Ich verbinde sie mit Volksmusik und Schlagerpartys, die ich uncool finde. Wenn ich deshalb jemand mit einem Akkordeon um den Hals sehen bin ich nicht besonders angetan.

Letztens bin ich mit meiner Frau durch die Stuttgarter Innenstadt gelaufen. Es war ziemlich kalt, als uns unglaublich schöne Klänge von Ferne zu Ohren kamen. Wir gerieten ins Schwärmen und meine Frau meint nur wie schön so ein Akkordeon sein kann. „Akkordeon“, antwortete ich verduzt, „ das ist doch ein Akkordeon!“ – Es war aber eins. Verzaubernde Klänge von einem Akkordeon, wie konnte das sein?…

Nach ein paar Minuten sahen wir den Akkordeonspieler, blieben stehen und lauschten einfach. Ich war bekehrt.

Manchmal muss man Menschen begegnen, die einem ungeliebte Dinge mit solch einer Leidenschaft und Schönheit zu füllen wissen, bevor man sie selbst schätzen lernt.

Ich musste an meine Leben mit Jesus denken. Wie viele Menschen belächeln diesen Lebensstil, vielleicht auch deshalb, weil sie noch nicht genau „hingehört“ haben.

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