Martin Preisendanz

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Christologie-Vorlesung mit Prof. Dr. Klaus Berger (Heidelberg)

Dezember 9, 2009 · 2 Kommentare

Prof. Dr. Klaus Berger hält die Christologie-Vorlesung der PIONIERAKADEMIE.

Kennen Sie Jesus? Wohl kaum ein Christ wird diese Frage ernsthaft verneinen. Aber kennen wir ihn wirklich – oder kennen wir nur bestimmte Bilder von Jesus, die im Laufe unseres Lebens durch Kirche, Gesellschaft und eigene Vorstellungen entstanden sind? Welche Erfahrungen hast du mit Jesus gemacht? Welches Bild hast du von ihm – und stimmt das mit dem biblischen Bild überein? Welches Bild von Jesus vermittelt den die Bibel überhaupt?

Die Evangelien berichten von ihm als den im Alten Testament angekündigten und erwartenden Messias, der vom Reich Gottes predigte, der heilte, Wunder wirkte, Jünger um sich sammelte, sich um die Menschen kümmerte und schließlich am Kreuz für die Sünden der Menschheit starb und auferstanden ist. Jesus als der Menschenfreund und Erlöser. Doch Jesus will mehr sein. Er hat den Anspruch unser Herr zu sein. Ein Gott der nicht nur für unsere Errettung zuständig ist, sondern der durch unser Leben verherrlicht werden möchte. Was bedeutet das nun für uns? Und dann die vielen „Ich bin – Worte”… Und was machen wir mit der Tatsache, dass Jesus Jude war?

Wir kommen an diesem Jesus nicht vorbei. Er ist Mittelpunkt unserer Nachfolge. Wie wir über ihn denken hat Auswirkungen auf unsere Spiritualität, auf Mission und unser Bild von Kirche und Gemeinde.

„Die Person Jesus steht im Mittelpunkt von allem, er bestimmt wer wir sind und was wir tun. Wie schwer es auch ist ihm wirklich zu folgen, so stellen wir doch fest, dass wir immer wieder zu ihm zurückkommen müssen, wenn wir wirklich und rechtmäßig seine Leute sein wollen. Wir haben keinen anderen Punkt des Archimedes, der uns die Richtung vorgibt, und keinen anderen Standard, an dem wir die Gültigkeit unseres Glaubens messen können, um festzustellen, ob unser Christsein wirklich echt ist. Jesus zu lieben und unsere feste Absicht, ihm gemäß zu leben, ist mit einem spirituellen Mechanismus vergleichbar. Er liegt dem ganzen theologischen Verständnis der Kirche zugrunde und bringt eine ständige Erneuerung mit sich. Wir denken, dass eine beharrliche Rückkehr zu Jesus für jede Bewegung, die sich mit seinem Namen identifiziert, unersetzlich ist.” Frost, Hirsch in „Der wilde Messias”, 10.

„Was glaubt ihr wer ich bin?” (Mt 16,15), fragte Jesus seine Jünger. Eine Frage, die 2000 Jahre alt ist und doch relevanter als je zuvor. Vielleicht ist es auch für dich dran deine Jesusbilder zu reflektieren und ihn Jesus neu zu entdecken! Dazu soll die Christologie-Vorlesung der Pionierakademie dienen.

Datum: 29.-31. Januar 2010

Ort: Meiningen

Dozent: Prof. Dr. Klaus Berger

Zentrale Inhalte:

1. Jüdischer als gedacht – Zerbricht die Christologie das Judentum?

2. Trinität ist kein Rechenexempel – Christologie als Teil des Glaubens an den dreieinigen Gott

3. Wo wohnt Gott wirklich? – Der Glaube an Jesus als eine Antwort auf die Frage, wo Gott zu finden ist

4. Das ist mein Leib, das ist der Neue Bund.- Was wäre, wenn Jesus doch Abendmahl gefeiert hätte?

5. Jesus ja, Kirche nein.- Kritik an der Institution auf Kosten Jesu

6. Entsteht der Glaube an Jesus erst zu Ostern? – Über den langsamen Untergang eines Forschungsstereotyps

7. Jesus ist der Bräutigam. – Hat Jesus den Zölibat gelebt, und wenn ja, warum?

8. „Der Schlüssel zum Paradies liegt zu Füßen der Mütter” (Qoran) – Menschwerdung Gottes und Marienverehrung evangelisch.

Zu den Anmeldeinformation geht es hier.

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Ich und Hermeneutik

September 23, 2009 · 2 Kommentare

Am Wochenende halte ich meine allererste Vorlesung und ihr könnt euch vorstellen, dass ich zunehmend aufgeregt bin. Ich werde an der Pionierakademie Hermeneutik unterrichten. Hermeneutik ist mit Sicherheit eines der spannendsten Felder der Theologie, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so klingt. In der Hermeneutik geht es darum, wie wir die Bibel zu verstehen haben. Insofern hat jeder schon seine Hermeneutik, denn wir versuchen die Bibel, wie auch immer, zu verstehen.

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Immer wieder haben Theologen versucht den Menschen ihrer Zeit die biblische Botschaft nahe zu bringen. Dabei könnte ihr Ansatz nicht unterschiedlicher sein. Rudolf Bultmann schrieb im Kontext der Moderne noch: „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muss sich klar machen, dass er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“ Unvorstellbare Gedanken für den postmodernen Weltenbürger. Der nimmt sehr wohl die modernste Medizin in Anspruch und feiert gleichzeitig das Fest des Erzengels Michael oder lässt sich von irgendeinem Heiler behandeln. Warum? Sein Denken hat sich verändert und kommt den Verständnis der Bibel in machen Punkten näher. Und damit wären wir bei der Hermeneutik. Wie will die Bibel verstanden werden? Daraus ergeben sich viele interessante Fragen:

  • Die Bibel ist die Wahrheit – doch was bedeutet Wahrheit?
  • Gibt es die eine objektive theologische Betrachtungsweise? Wenn ja: Müssten dann nicht alle Theologen zu denselben Ergebnissen kommen?
  • Welchen Einfluss hat meine Kultur (Sozialisation, Erfahrung etc.) auf die Art und Weise, wie ich mit der Bibel umgehe?
  • Ist der Heilige Geist die notwenige Voraussetzung um die Schrift verstehen und auslegen zu können? Oder: Muss man gläubig sein um die Schrift zu verstehen?
  • Ist die Bibel die einzige, schlussendliche Autorität, in Fragen der christlichen Lehre?
  • Macht die Bibel klare, eindeutige Aussagen oder bleibt vieles offen?
  • Beinhaltet die Bibel Fehler und Widersprüche? Wenn nicht, ist sie dann irrtumslos?
  • Inwiefern könnte man sage, dass Jesus zwar Gottes Sohn ist, aber damit doch nicht alles stimmt, was über ihn erzählt wird?
  • Wer versteht die Bibel eigentlich besser – die Gelehrten oder die Laien?
  • Was ist in der Bibel allgemeingültig und was kulturell bedingt?Und wer darf das entscheiden?

Das sind einige der Fragen, die ich mit den Studenten beleuchten will.

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Wie geht es weiter?

Mai 11, 2009 · Kommentar schreiben

Ich möchte euch sehr die Eschatologievorlesung der Pionierakademie vom 5.6-7-6.2009 ans Herz legen. Als Dozenten konnten wir Martin Scott gewinnen.

Wie sieht die Bibel die Welt? Kann uns diese Erde nicht egal sein, schließlich ist unser Bürgerrecht im Himmel? Wird jetzt alles schlimmer oder sollen wir uns engagieren? Wie verhält sich nun der Missionsbefehl zum Schöpfungsauftrag unter Berücksichtigung des Kommenden? Müssen wir Angst vor der Zukunft haben? Fragen über Fragen…

Hier ein Artikel, der weitere Gründe aufzeigt, warum wir uns mit Eschatologie auseinandersetzen müssen.

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1.Theologischer Stammtisch

Februar 10, 2009 · 2 Kommentare

Eines der Themen, die mich beschäftigt ist die Frage nach innovativen Möglichkeiten sich mit Theologie und Spiritualität zu beschäftigen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie zu vermitteln. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann kann ich nicht sagen eine Vielzahl von kreativen Zugängen erlebet und mitbekommen zu haben sich mit Theologie zu beschäftigen. Und das obwohl ich immer wieder feststellen muss, dass meine theologische Ausbildung diesbezüglich enorm fortschrittlich war und ist. Eine meiner Ideen hatte nun im Rahmen der Pionierakademievorlesung seine Premiere. Nicht das diese Idee völlig neu wäre oder gar revolutionär – nein sie ist simpel und dennoch habe ich es in dieser Form zum ersten Mal selbst erlebt. Die Idee des theologischen Stammtisches ist es sich in entspannter Kneipenatmosphäre bei Bier und Cola über Theologie zu debattieren. Drei Themen standen an, eingeleitet durch einen Kurzimpuls (15 min), der in eine Diskussion führte. Diesmal gibt um drei „Zweikämpfe“:

· Marta vs. Maria

· Bonhoeffer vs. Kant

· Calvin vs. Luther

Bei der Geschichte von Marta und Maria behandelten wir die Frage ob Marta wirklich so schlecht gehandelt hat wie uns immer eingeredet wird und wie die daraus abgeleitete Spannung der vita contemplativa und vita activa sich verhält.

Bonhoeffer und Kant führten uns zum Nachdenken darüber was Wahrheit ist und ob Kants Prinzipienethik wirklich so sinnvoll ist.

Das Nachdenken über Luther und Calvin zeigte uns wie sehr wir von beiden geprägt sind. Wir sind schnell bei Calvin hängen geblieben. Seine Arbeitsethik und vor allem – aus aktuellem Anlass – sein Verständnis von Staat und Kirche beschäftigen uns. In Amerika ist doch einiges von Calvins Sichtweise allgemeines Gedankengut der Menschen und insbesondere der Christen. Rick Warrens Gebet bei der Amtseinsetzung von Barack Obama zeigt den Wunsch der Kirche nach einer engen Verbindung von Staat und Kirche, wie sie schon Calvin wollte.

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Vorlesung: Sozial- und Sexualethik

Februar 3, 2009 · Kommentar schreiben

Mitte Januar hatten wir im Rahmen der Pionierakedemie die erste Vorlesung für 2009. Ein Schwerpunkt der Pionierakademie, einer theologischen Ausbildung mit interdisziplinärem Anspruch, ist der Bereich Ethik. Wir konnten Andreas Franz gewinnen, der uns in die Fragestellungen der Sozial- und Sexualethik hineingenommen hat und wie wir zu Entscheidungen kommen können, die im Einklang mit Gottes Willen sind. Ganz schöne heiße Themen haben wir angeschaut und diskutiert (Familie, Beginn der Ehe, Ehebruch, Scheidung, Wiederheirat, Homosexualität, Transsexualität u.a.). Dabei ist mir sehr deutlich geworden wie entscheidend unser Ansatz von Ethik ist. Hier ein paar Punkte, die mir in diesem Zusammenhang wichtig sind:

  • Ethik ist zeitbedingt d.h. Ethik ist nie abgeschlossen. Die Zeiten und damit die Menschen ändern sich. Es entstehen neue Fragestellungen, die es anzuschauen gilt. (z.B. Gentechnologie war z.Zt. der Bibel kein Thema)
  • Ethik ist kulturbedingt d.h. was in einer Kultur die richtige Entscheidung ist, kann in einer anderen Kultur nicht unbedingt gut sein. Es gibt nicht nur allumfassende Richtlinien (z.B. Tötungsgebot). Im Alten Testament wird die Mehrehe zwar nicht für richtig gehalten und immer problematisch beschrieben, dennoch akzeptiert. Bestimmte kulturelle Denkweisen müssen bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.
  • Ethik ist situationsbedingt. Einer Ehescheidung ist in bestimmten Situationen zuzustimmen, in manchen sogar nötig und in manch einer Situation sollte erstmal daraufhin gearbeitet werden sich zu versöhnen.
  • Christliche Ethik darf in der Umsetzung nicht idealistisch werden. Sie ist und bleibt ein Abwägen. Abwägungen sind keine Verwässerung, sondern Voraussetzung. Im Zweifelsfall sollte man das „kleinere Übel“ wählen.
  • Das Doppelgebot der Liebe sollte der hermeneutische Schlüssel jeder Ethik sein.

Kategorien: Ethik · Jesus-Nachfolge · Pionierakademie · Theologie
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Interdisziplinär

November 20, 2008 · 1 Kommentar

Über „interdisziplinär“ schreibt wikipedia folgendes: Eine interdisziplinäre oder fächerübergreifende Arbeitsweise umfasst mehrere voneinander unabhängige Einzelwissenschaften, die einer meist wissenschaftlichen Fragestellung mit ihren jeweiligen Methoden nachgehen. Interdisziplinarität bedingt das Zusammenführen verschiedener Teilaspekte, ein reines Nebeneinander dieser Aspekte reicht hierfür nicht aus. Ich halte eine interdisziplinäre oder fächerübergreifende Arbeitsweise in der Wissenschaft und allgemein, wenn es ums Lernen geht, für unabdingbar.

Immer wieder stoße ich auf dieses Thema und werde mir dessen Bedeutung bewusst. Erst letztens wieder durch Schilderungen des Philosophen Richrad David Precht. Er schreibt: „Besonders störend an der Vorstellung von der Philosophie als einem ‘Fach’ sind dabei ihre unnatürlichen Abgrenzungen. Während meine Professoren das menschliche Bewusstsein anhand der Theorien von Kant und Hegel erklären, machten ihre Kollegen von der medizinischen Fakultät, nur achthundert Meter entfernt, die aufschlussreichsten versuche mit hirngeschädigten Patienten. Achthundert Meter in einer Universität sind sehr viel. Denn die Professoren lebten auf zwei völlig verschiedenen Planeten und kanntenb nicht einmal die Namen ihrer Kollegen.“

Wir müssen lernen Einzelwissenschaften zusammenzuführen, damit sie voneinander lernen können. Gerade auch im Bereich der Theologie, in dem ich zu Hause bin. Wir von Destiny Design hat sich interdisziplinäres Lernenauf die Fahne geschrieben. In der Pionierakademie, eine theologische Ausbildung , verbinden wir Theologie mit anderen Fachgebieten. Der Schwerpunkt liegt auf Theologie. Mit einfließen lassen wir Kulturwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Pädagogik. Das heißt, dass Kusre aus diesen Bereichen belegt werden können und dass wir Dozenten einsetzen, die interdisziplinär denken und agieren. Dadurch sollen die Studenten Weite und ein Verständnis, wie Theologie in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft eingesetzt werden kann, bekommen. Sie sollen lernen Wissenschaften zu verknüpfen und Theologie u.a. in Interaktion mit anderen Wissenschaften betreiben.

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Pionierakademievorlesung: Alternative Ekklesiologie

September 23, 2008 · 1 Kommentar

Gerade liegt eine wieder mal hochinteressante und intensive Vorlesung der Pionierakademie hinter uns. Wir hatten zum Thema „Ekklesiologie“ geladen. Als Dozenten konnten wir Andreas Wolf gewinnen, der uns auf seine genial, teils provokante Art, in das Thema mit hinein nahm. „Alternative Ekklesiologie“ nannte er diese Vorlesung und das war sie auch. Neben theologischen Aspekten, beleuchtete er das Thema aus soziologischer Sicht, woraus geniale Fragen entstanden. Während der kompletten Zeit stand Interaktion ganz hoch im Kurs: offene Diskussion, Fragestellungen in Kleingruppen bearbeiten, OpenSpace etc. Eingeführt und moderiert von einem genialen Moderator, wie Andreas es ist, macht das noch mehr Spaß und gibt dem ganzen Tiefe. Besonders aufgrund des Verständnisses, dieses Thema gemeinsam zu beackern und bewegen und dadurch schon Gemeinde zu sein und Reich Gottes voranzubringen. Unterstützt wurde er von Stefan, der uns unter anderem mit in die Kirchengeschichte (Ekklesia von Jesus bis heute) hineinnahm und uns half im Gewirr neuer „Gemeindemodelle“ wie Liquid Church, Simple Church, Deep Church, Missional Church, Emerging Church, etc. einen Durchblick zu bekommen.   

Kategorien: Pionierakademie

Ekklesiologievorlesung

Juli 16, 2008 · Kommentar schreiben

Hiermit lege ich die nächste Vorlesung der Pionierakademie ans Herzen. Die Pionierakademie ist eine innovative, theologische Ausbildung mit interdisziplinärem Anspruch. 

Das Wort „Gemeinde“ ist in aller Munde. Wir leben in der Phase, in der viel über Gemeinde gesprochen und diskutiert wird. Der eine liebt Gemeinde, andere können dieses Wort nicht mehr hören und wieder andere meiden das Wort, denn sie wollen sich von alten Denkmustern lösen. Immer mehr Menschen verlassen zurecht ihre Gemeinden, weil sie mit dem vorgefunden Gemeindesystem nicht zurecht kommen. Das verlassen ist eines, doch wie ich leben will, das andere? Diese Vorlesung ist für Menschen, die das gängige Gemeindesystem hinters ich gelassen haben oder dabei sind es zu tun und nach neuen Wegen suchen oder sie schon gehen.

 

Zentrale Inhalte:

  • Wie geht es uns mit dem Wort „Gemeinde“?
  • Was ist „Gemeinde“ und was ist ihr Auftrag? (theologische Begriffs- und Zielklärung)
  • Gemeinschaftliches Leben unter soziologischer Perspektive
  •  Der Zusammenhang zwischen Theologie – Normen – Strategien – Strukturen – Soziales Handeln
  • Gemeinsame Reflexion von eigenen Gemeinde-Konstruktionen und ihrer Denkvoraussetzungen
  •  Wie haben es andere gemacht? Überblick ekklesiologischer Praxis in Geschichte und Gegenwart
  • Überblick zur aktuellen Diskussion und aktuellen Entwürfen christl. Gemeinschaft zu leben (Simple, Organic, Fluid, Emerging/Postmodern, Missional …)
  • Wie wir uns an der unabgeschlossenen Umbruchphase, Gemeinde neu und anders zu denken, beteiligen können.

 

Dozent wird Andreas Wolf sein. Ich freue mich schon sehr auf ihn, denn was ich von ihm lese begeistert mich. Er ist 37 Jahre alt und lebt in Magdeburg. Er ist Krankenpfleger, Theologe, Projektmanager, Trainer und Soziologiestudent. Freiberuflich ist er als „social and conceptual integrator“ unterwegs und in der Businesswelt (fast) genauso zuhause wie im strategischen Nachsinnen über die Gemeinde von morgen. Mehr gibt es über ihn auf seinem, wie ich finde, sehr lesenswerten Blog zu erfahren. In seiner Kategorie biotheology schreibt er zum Thema Ekklesiologie.

 

Zur Anmeldung geht es hier

 

Kategorien: Pionierakademie

Auf den Spuren der Mönche

April 21, 2008 · Kommentar schreiben

Nach einer genialen Vorlesung über Kirchengeschichte machten wir uns auf zu einer Exkursion ins Kloster Bad Wimpfen. Ziel war es mehr über die Mönchsbewegung zu erfahren und gleichzeitig ins Leben der Mönche einzutauchen. Auch wenn im Kloster Bad Wimpfen keine „richtigen“ Mönche mehr leben, wird vom dortigen Priester Dr. Franziskus Eisenbach klösterliches Leben in Form von gemeinsamen Gebetszeiten aufrecht gehalten. Vier mal am Tag begaben wir uns in die kalte Kirche und sangen mit, hörten zu, sahen unseren Atem, meditierten und schwankten zwischen Begeisterung und Trübsal. Ja, es hat was in diesem Ambiente mit allen drum herum zu beten und den Gesang zu hören und doch fand ich mich dabei nicht zu Hause.

 

Franziskus Eisenbach nahm uns dann noch mit hinein in die Mönchbewegung. Wir erfuhren von ihm mehr über die Geschichte, das Anliegen und die verschiedenen Bewegungen des Mönchtums. Wir hörten von Bettelorden, Seelsorgeorden, caritativen Orden und monastischen Orden, von Trappisten, Benediktinern, Franziskanern, Dominikanern… Es gibt Orden, die sich hinter ihre Klostermauern zurückziehen, um dort in aller Stille und Armut Jesus nachfolgen und Gäste an ihrem Leben teilhaben lassen. Andere Orden leben zwar hinter ihren Mauern, nehmen aber aktiv am gesellschaftlichen Leben teil, wieder andere leben in kleinen Lebensgemeinschaften oder jeder für sich und gehen ganz „normalen“ Berufen nach. Wie wir erfuhren, war das Grundanliegen der Mönche Jesus nach dem Modell seiner Jünger nachzufolgen. Sie stellten sich die Frage, wie diese Nachfolge konkret aussieht. Viele hielten sich dabei an die sogenannten evangelischen Räte Keuschheit (Ehelosigkeit), Armut und Gehorsam. Die evangelische Räte bezeichnen jene Weisungen („Räte“), die Jesus nicht allen Jüngern gab, sondern nur denen, die er für berufen hielt. Sie werden als wichtige Marksteine für die Christus-Nachfolge angesehen. Der Begriff „evangelisch“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht „der Evangelischen Kirche angehörig oder zuzuordnen“, sondern „aus dem Evangelium“ bzw. „dem Evangelium gemäß“.

 

Für uns stand die Fragen im Raum: „Was können wir von den Mönchen lernen?“ und „Wie könnte mönchisches Leben heute aussehen?“ Die Zeit brachte mir einige Anregungen.

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Vorlesung Kirchengschichte

März 31, 2008 · Kommentar schreiben

Nächste Woche wartet ein Leckerbissen auf alle Studenten der Pionierakademie und Interessierte (7-9.4) . Destiny Design bietet eine Vorlesung zum Thema Kirchengeschichte an. Dozent wird Andreas Kielwein sein. Ja, ich glaube es ist enorm wichtig sich in der Geschichte auszukennen und als Jesus-Nachfolger zu sehen woher wir kommen, wie vor uns Menschen mit Jesus gelebt haben, was sie beschäftigt hat, was für Fehler sie gemacht haben. Immer wieder höre ich und merke selbst „es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Viele Gedanken, Lehren und gelebte Spiritualität gab es schon vorher und wird somit (nur) wiederentdeckt und nicht „erfunden“.  

Zentrale Inhalte der Vorlesung werden sein:   

  • Es werden verschiedene Perspektiven und Dimensionen von Kirchengeschichte betrachtet.
  • Es wird ein grundlegendes Verständnis und einen Einblick in verschiedene Dynamiken innerhalb der urchristlichen Gemeinde und den Entwicklungen in der sogenannten „Alten Kirche“ gegeben.
  • Welche Rolle spielt die Kirchengeschichte für die Praxis der Arbeit im Reich Gottes?
  • Folgende Disziplinen werden bearbeitet: Chronologische Kirchengeschichte, Kirchenväter, Dogmengeschichte, Philosophiegeschichte

Für unsere Studenten geht es anschließend noch auf Exkursion ins Kloster Bad Wimpfen. Dort werden wir interessante Impulse von Pfr. Dr. Franziskus Eisenbach zu hören bekommen. Er wird uns eine Einführung in klösterliches Leben geben, wir werden die klösterliche Sonderform in Bad Wimpfen kennenlernen und mit ihm im Gespräch sein über neue Formen klösterlichen Lebens. Natürlich werden wir uns dabei in das klösterliche Leben einfügen.

Kategorien: Pionierakademie