Einträge werden als ‘Gebet’ kategorisiert
Nach einem guten Aufenthalt in Regnitzlosau verabschieden wir uns und fahren ins nahe gelegene Mödlareuth. „Little Berlin“ wurde es von vielen zurecht genannt. Die menschenverachtende Wirkung der Grenze wird uns hier deutlich sichtbar. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das 50 Seelendorf in der Mitte getrennt. Mödlareuth gehörte bestand fortan aus einem thüringischen und dem bayrischen Tei. Mit schlimmen Folgen für die EInwohner: Familien wurde auseinandergerissen, Häuser zerstört und Menschen zwangsumgesiedelt. Den Mödlareuthnern war es nicht einmal gestattet sich zuzuwinken. Die Bewachungsanlagen wurden immer weiter ausgebaut. Am Ende durchzog eine Mauer die Stadt. Einfach Pervers! Sie wirkt massiv, verachtend und einfach nur menschenfeindlich. Wir schauen uns die Zäune an, von ThyssenKrupp so produziert, dass sie bei Berührung die Finger verletzten. Grau und abweisend! Ein kleiner Bach dient als natürliche Grenze, dahinter baut sich das ausgeklügelte Grenzsystem. Deutsche Präzession dient zur Trennung eines Volkes. Wir steigen auf den Grenzturm und erleben den Blick der DDR-Grenztruppen bei der Bewachung. Wir verstellen über einen Mechanismus den Such-Scheinwerfer und erahnen die Wirkung, die er haben musste. Die Beleuchtungsmasten stehen hier eng beieinander. Die Grenze war nachts hell beleuchtet. In Mödlareuth konnte man wohl 40 Jahre lang nicht viel am Sternenhimmel sehen. Einen Kurzfilm im Museum stimmt uns ein. Wir sind nicht die Einzigsten hier. Sogar ein Fernsehteam aus Frankreich hat sich angemeldet und sendet über die Friedliche Revolution. Aus Frankreich mag sich einer verwundert fragen. Mir wird dadurch bewusst, dass die Grenze nicht nur eine innerdeutsche Angelegenheit ist, sondern weltweite Dimension hat. Sie markiert mit die Linie des Eisernen Vorhangs.

(Grenzanlage von Mödlareuth)
Wir fahren weiter entlang der bayrisch-thüringischen Grenze Richtung Billmuthausen. Billmuthuasen ereilte ein grausames Schicksal: Es lag am falschen Ort. Deshalb musste es der Grenze weichen. Die Menschen wurden zwangsumgesiedelt und das Dorf platt gemacht. Entsetzen macht sich breit bei uns. Wie können Menschen einander so etwas antun? Ein weiter Beweis für dieses menschenverachtende Monstrum Grenze, dass unsere Nation einst teilte. Wir suchen den Ort und finden ihn nach längerer Suche nicht: Unser Navigatuionsgerät kennt ihn nicht, in unseren Landhkarten ist er nicht vermerkt. Erst auf einer Wanderkarte, den wir am Wegesrand sehen, finden wir einen Hinweis. Schade! Geschichte wird so vergessen. Wir segnen von hier aus den Ort und erbitten von Gott Gnade für die Geschädigten und wünschen uns, dass ihr Schicksal in unserem Land gehört wird.
Viel Zeit zu verweilen bleibt uns leider nicht – wir müssen weiter. Zum Point Alpha in der Rhön führt uns unsere Route. Dort auf dem Berg war eine amerikanische Militärbasis. Hier sahen sich amerikanische Soldaten und die DDR-Grenzer bei ihren täglichen Patroulliengängen in die Augen. Dass es zu keiner Eskalation kam ist ein Wunder für mich. Die amerikanische Militärbasis ist noch erhalten. Wir gehen rein und fühlen uns wie in Amerika. Sofort kommen mir die diverse Militärstationen aus Hollywoodfilmen in den Kopf. Amerikaner und Sowjets neben einanander! Wie war es wohl für die Soldaten hier? Welche Atmosphäre herrschte? Auch hier versuchten Menschen zu flüchten und kamen ums Leben. Die Grenze ist eben ein Todesstreifen gewesen. Trotzdem blieb uns der Supergau erspart. Ich bin Gott so unendlich dankbar dafür. Wir sehen die Pläne der Amerikaner, falls die Russen angegriffen hätten. Deutschland wäre wieder Kriegsland gewesen…

(der vordere Zaun markiert die amerikanische Militärstation, der weise Pfosten auf der rechten Seite die deutsch-deutsche Grenze. Distanz dazwischen 1-2m)
Tafeln weisen hier auf die Idee des Grünen Bandes hin. Uns gefällt diese Idee. Auch ein durchgängiger Wanderweg entlang der Grenze wäre toll.

Wir fahren das letzte Stück für heute weiter nach Großburschla, wo wor übernachten werden. Großburschla ist ein kleines thüringisches Dorf, dass von der Grenze umzingelt war. Dort erfahren wir von einem ehemaligen Grenzer einiges über das Leben in einem Grenzdorf und vom Alltag eines Grenzers.
Kategorien: Gebet · Geschichte
Mit Tag(s) versehen: Billmuthausen, deutsch-deutsche Grenze, ehemalige innerdeutsche Grenze, Friedliche Revolution, Gebetstour, Grünes Band, Großburschla, Mödlareuth, Point Alpha
9. November 1989: An diesem Tag findet in Deutschland der Kalte Krieg ohne einen einzigen Schuss sein definitives Ende. Der Eiserne Vorhang, der die Welt geteilt und Berlin mit einer Mauer getrennt hatte, hebt sich. Die Grenze zwischen Ost und West gehört der Geschichte an.
20 Jahre später: Voller Dankbarkeit wollen wir auf die Ereignisse von damals zurückblicken, aber wir wollen uns nicht untätig zurücklehnen. Ost und West sind auf der Landkarte geeint, doch in den Herzen sind wir weit davon entfernt. Die Wiedervereinigung vollzog sich in rasendem Tempo. Die meisten Deutschen hat dies völlig überfordert, viele sind übergangen worden und fühlen sich als Verlierer, doch andere haben die Einheit als Chance wahrgenommen und genießen nun die Freiheit. Wie steht es mit der Aufarbeitung dieser 40jährigen Episode deutscher Geschichte? Hier sehen wir noch viel Nachholbedarf.

Fotograf: Frederik Ramm – www.remote.org/frederik/culture/berlin
Die Zahl 40 steht in meinen Augen für eine Buß-, Bewährungs- und Offenbarungsfrist: 40 Tage hatte Ninive Zeit, um umzukehren und Buße zu tun (Jona 3); 40 Jahre musste sich das Volk Israel in der Wüste bewähren, ehe es in das neue Land durfte (2Mo 16,35); 40 Tage verbrachte Mose auf dem Berg Sinai und empfing dort die 10 Gebote (2Mo 24,18) und 40 Tage wirkte Jesus zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung auf der Erde und lehrte die Jünger (Apg 1,3).
Vor 20 Jahren hat Gott unser Land verändert und uns in eine neue Ära geführt. 20 Jahre stehen symbolisch für die Halbzeit. Was hat sich getan? Was muss noch geschehen?
Gott hat mir die Ost-West-Thematik aufs Herz gelegt. 2009/2010 steht für mich im Zeichen von 20 Jahren Mauerfall. Gott hat mich gerufen, meinen Fokus im Gebet darauf zu richten. Als gebürtiger Westdeutscher, der vor fast acht Jahren nach Ostdeutschland gezogen, bin ich mit der Thematik konfrontiert. Mein Bild von Ostdeutschland und den dort lebenden Menschen hat sich über die Jahre verändert. Wir sind ein Volk, auch wenn wir verschieden sind. Es gibt nicht den starken Westen und den schwachen Osten. Wenn wir zusammen die Geschichte anschauen und aufarbeiten werden wir uns mehr verstehen lernen und uns gegenseitig befruchten. Es gibt viel zu entdecken und die nächsten Monate Zeit sind eine große Chance dafür, auch für das Evangelium.
Gemeinsam mit ein paar Mitstreitern werde ich mich auf den Weg machen, um vom 5.11-10.11 die ehemalige innerdeutsche Grenze mit dem Auto abzufahren. Dabei geht es nicht einfach um eine Stritztour, es soll eine bewusste Zeit des Gebets, des Hinhörens und Miterlebens sein. Ich glaube, dass Gott dieses Projekt segnen wird. An den Originalschauplätzen zu stehen entwickelt eine ungleich größere Kraft, als von zu Hause aus zu beten. Wir werden in der Nikolaikirche in Leipzig starten, die als Stadt eine bedeutende Rolle spielte. Enden wird unser Trip in Berlin, wo wir in die Feierlichkeiten des 9. November, mit einem großen „Fest der Freiheit“ zu beiden Seiten des Brandenburger Tores, eintauchen werden. Höhepunkt dieses Events bildet die spektakuläre multimediale Inszenierung des symbolischen Falls der Mauer durch einen „Dominoeffekt“. Tausende Jugendliche werden sich im Vorfeld mit den historischen Hintergründen beschäftigen und überdimensionierte Steinmodelle bemalen, die sie an diesem Tag gemeinsam mit prominenten Künstlern, Kulturschaffenden und Politikern zum Einstürzen bringen.
www.mauerfall09.de
www.mauerfall-berlin.de
www.ostdeutschland.wordpress.com
Kategorien: Gebet · Prophetisches
Mit Tag(s) versehen: 20 Jahre Mauerfall, 9.11.1989, ehemalige innerdeutsche Grenze, Grenzgänger
Ich möchte euch auf ein sehr cooles Projekt aufmerksam machen und zwar das „Jahr der Stille: Gottes Lebensrhythmus entdecken.“

Das „Jahr der Stille 2010“ will helfen, Balance zu finden. Ein gesundes Gleichgewicht
zwischen Arbeit und Ruhe. Gottes faszinierenden Lebensrhythmus entdecken, den er
selbst in uns angelegt hat. Neue Impulse bekommen über das fruchtbare Wechselspiel
von Aktion und Stille. Stille einbauen lernen in den ganz normalen Alltag von Beruf,
Familie und Gemeinde. Beginn ist im Advent 2009.
Ziele des Projektes sind:
- Gott in der Stille suchen. In ihm ruhen und sich gelassen an seiner Gegenwart freuen.
- Gott im Gebet begegnen und achtsam sein Wort lesen.
- Eine Neujustierung vornehmen für eine gesunde Balance zwischen Ruhe und Aktion
- Stille-Zeiten, Retraiten und Fastenangebote neu entdecken
- Hilfreiche Muster erlernen und sich austauschen über Erfahrungen mit der Stille.
- Stille-Elemente einbauen in den Alltag von Familie, Beruf und Gemeinde
- Als Leitungs- und Mitarbeiterkreise endtecken, wie Entscheidungen aus dem Hören auf Gott getroffen werden.
Ich will mich aktiv an der Aktion beteiligen und würde mich freuen, wenn viele im nächsten Jahr mitmachen, Stille in ihrem Leben zu integrieren, denn …
Stille ist etwas Gutes.
Aber wir kommen so selten dazu.
Arbeit und Stille gehören zusammen.
Aber oft regieren nur Stress und Hektik.
Eigentlich sind wir dafür.
Aber insgeheim laufen wir davor weg.
Kategorien: Gebet · Jesus-Nachfolge · Spiritualität · allgemein
Mit Tag(s) versehen: Arbeit und Stille, Jahr der Stille, Lebensrhythmus, Ruhen, Stille
Ich wurde geboren. An einem Ort, den ich mir nicht ausgesucht habe, der mich aber fortan immer begleiten wird. Er steht in meinem Personalausweis, auf unzähligen Formularen und Anträge, die ich ausfüllen musste… – ich kann ihn nicht leugnen. Schon recht früh bin ich umgezogen oder besser gesagt, ich wurde umgezogen. Meine Eltern haben das so entschieden und ich durfte mitgehen. Jeder Ort wurde Teil meines Lebenslaufs, ist verbunden mit Menschen, Gebäuden, Erlebnissen, besonderen Momenten. Jahr später, ein erwachsener Mann, habe ich zum ersten Mal selbst entschieden umzuziehen. Der Zeitpunkt war gekommen, heraus aus dem Elternhaus in eine neue Welt, die es zu entdecken galt. Ich bin nicht weggezogen weil mir mein Dorf nicht gefallen hat. Verlässt man so einfach seine Heimat? Es war Zeit zu gehen, dass spürte ich. An keinen Ort habe ich mir wirklich viele Gedanken über den Ort selbst gemacht. Ich lebte halt dort, weil meine Eltern dort lebten, weil ich dort Freunde gefunden hatte, weil ich dort meine Ausbildung machte, dort arbeitete… Mit der Zeit habe ich realisiert wie ein Ort mich prägen kann. Jede Stadt/Dorf hat seine eigene Kultur. Ich fing an darüber nachzudenken. Was gefällt mir hier? Was finde ich zum kotzen? Bin ich Stolz auf meine Stadt und warum? Wie will ich mich am gesellschaftlichen Leben beteiligen? Wo will ich mitgestalten? Ich fing an mich mit meiner Stadt auseinanderzusetzen. Was will Gott hier? Was denkt er über meine Stadt? Diese Gedanken führten mich ins Gebet und meine Identifikation mit der Stadt wuchs.
Es braucht Menschen, die sich mit ihrer Stadt identifizieren könne, denn erst dann fangen sie an sie mitzugestalten! Ich bin vielen Menschen begegnet, die leben in ihrer Stadt und doch beteiligen sie sich nicht an ihr. Sie haben sich ihre eigene kleine Umgebung (Welt) aufgebaut in der sie sich bewegen. Sie pendeln zwischen Wohnung, Garten, Arbeitsplatz und Discounter. Bei vielen Christen ist es ähnlich. Bei ihnen kommt halt noch die Kirche dazu. Sie engagieren sich dort und ihre Gedanken drehen sich um sie. Wie kann die Gemeinde wachsen? Was sollten wir noch tun? Begegnungen mit der Stadt entstehen, wenn Menschen aus der Stadt es wagen zu ihnen zu kommen. Manche Mutige wagen sich sogar raus, aber nur aus legitimierten Gründen wie Evangelisation. Im Zentrum steht die Gemeinde. Aber was wäre wenn im Zentrum die Stadt stehen würde? Dann würden wir uns fragen: Was braucht die Stadt und damit die Menschen, die dort leben? Und was können und wollen wir als Gemeinschaft von Christen dazu beitragen?
Kategorien: Gebet · Jesus-Nachfolge
Mit Tag(s) versehen: deine Stadt, Gemeinde, Gemeinde nicht im Zentrum, Identifikation mit deiner Stadt
Ich liebe Städte. Jede ist so unterschiedlich, so einzigartig und in jeder gibt es viel zu entdecken. Diesmal besuchte ich Fulda. Ich schaute mich um, beobachtete die Menschen, sah mir ein paar Sehenswürdigkeiten an und betete. Ich betete was Gott mir aufs Herz lag. Ich fragte ihn nach seinen Gedanken über Fulda: was er über die Stadt denkt, was er sich für Fulda wünscht und was er mit den Menschen hier vorhat.
Fulda blickt auf eine über 1250-jährige Geschichte zurück, die eng mit dem Christentum verwurzelt ist. Bonifatius lies 744 durch seinen Weggefährten Sturmius das Kloster Fulda gegründen. Rabanus Maurus entwickelte den Benediktinerkonvent zu einem Ort der Gelehrsamkeit. Noch heute dient Fulda als katholischer Bischofssitz und regelmäßiger Tagungsort der Deutschen Bischofskonferenz. Die kirchliche Präsenz ist überall sichtbar und wirkte auf mich einengend.
Wer mehr über meine Eindrücke wissen will, darf sich bei mir melden.
Kategorien: Gebet · Prophetisches
Mit Tag(s) versehen: Fulda, Gebet für Städte, Städtegebet
Bad Neustadt an der Saale (amtlich: Bad Neustadt a. d. Saale) ist die Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Rhön-Grabfeld, etwa 62 km nordöstlich von Würzburg. Die Kurstadt liegt im Rhönvorland, am Zusammenfluss von Brend und Fränkischer Saale. Bad Neustadt ist eine Stadt mit einer herzförmigen, altertümlichen Altstadt. Sie hat wunderschöne Parkanlagen und lädt zu Erholung und Spaziergängen ein. Neulich war ich dort und habe für die Stadt gebetet und die Menschen gesegnet. Bad Neustadt ist eine schöne und reiche Stadt, die ein wenig selbstgefällig und selbstzufrieden wirkt, die ich aber sehr schätze. Schließlich habe ich dort schon viele schöne Tage erlebt, besonders im Trimare, dort gibt es „alles wasser wollt“.
Kategorien: Gebet · Prophetisches
Mit Tag(s) versehen: Bad Neustadt a.d. Saale, Gebet für Städte, Städtegebet
Ich bin verstärkt unterwegs, um für Städte zu beten. Weimar war dabei meine nächste Station. Was für eine wunderschöne Stadt! Ich kann nur jedem empfehlen sich mal einen Tag Zeit zu nehmen, um Weimar zu entdecken. Unglaublich historisch und zurecht UNESCO-Weltkulturerbe. Ob die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Goethes Gartenhaus, der Ilmpark, Schloss Belvedere, die Bauhaus-Uni, Theater, viele Musseen … Weimar beeindruckt!
Wenn man so durch die Straßen Weimars schlendert kann man sehr schnell in das Leben von vor 200 Jahren eintauchen. Auch wenn ich natürlich kein wirkliches Bild von der Zeit habe, so fühlte ich mich dieser Zeit dort sehr nahe.
Ich sehe großes Potenzial in der Stadt – Impuls in unterscheidlichen Bereichen zu setzen und Menschen zu inspirieren.
Kategorien: Gebet · Prophetisches
Mit Tag(s) versehen: Gebet, Gebet für Städte, Weimar

Anfang März war ich zum ersten mal in meinem Leben im Frankfurter Bankenviertel. Ich fühlte mich von Gott hier her geführt, um dort zu beten, die Stadt zu segnen und hinein zu spüren. Eine meiner Fragen war: Was will Gott uns angesichts der Bankenkrise sagen?
Frankfurt drückt einen gewissen besonderen Glanz aus, der Menschen anzieht. Die Bankenwelt hat daran einen großen Anteil. Dieser Glanz scheint auch durch die Finanzkrise nicht angekrazt zu sein. Ich spürte keine Krisenstimmung, sondern den Glauben an die eigene Stärke. Gemeinsam hat man große Gewinne eingefahren und gezeigt wie erfolgreich man arbeiten kann und nun, da die Zahlen nicht stimmen, wird man sich aus dem Tal schon rausbringen können.
Schon krass diese riesen Wolkenkratzer. Einer gigantischer und neuerdings ökologischer als der andere. Was macht diese Architektur mit den Menschen die dort arbeiten? Überträgt sich nicht in gewisser Weise die Maßlosigkeit der Bauten auf ihr Sein? Fragen, die ich mir gestellt habe.
Neben den Banken schaute ich natürlich noch bei der Frankfurter Börse vorbei. Im Gegensatz zu den Banken ein geradezu bescheindenes Gebäude. Ein großes Plakat mit der Aufschrift „Aufschwung“ hing gut sichtbar an der alten Fassadenfront. Ich setzte mich auf die Bänke vor der Börse und harrte der Dinge, die da kommen mögen. Ich dacht mir: Jetzt bin ich gespannt was mir ihr so passiert. Ich saß keine fünf Minuten als mich ein junger, etwas heruntergekommener Mann mit eingegipstem Arm ansprach und um Hilfe bat – finanzieller Hilfe. Er wollte sich einen Döner genehmigen. Wenige Minuten später kam eine verwirrte alte Frau auf mich zu und labberte mich an. Was sie eigentlich sagen wollte verstand ich nicht. Sie sprach von Banken, Geld, Krise, der EU, alles Geld weg, das ist schlimm, wen kann man noch vertrauen… Ich fragte mich warum die diese Menschen genau mich ansprachen, denn ich saß nicht allein vor der Börse. Fragen kamen mir: Wer hört diesen Menschen hier zu? Wer nimmt ihre Nöte ernst?
Kategorien: Gebet · Prophetisches
Mit Tag(s) versehen: Bankenkrise, Bankenviertel, Frankfurt/Main, Frankfurter Börse, Gebet für Städte
Anfang des Jahres war ich in Speyer, um für die Stadt zu beten, sie zu segnen und Gott zu fragen, wie er die Stadt sieht. Speyer ist eine historisch und kulturell bedeutende Stadt. Schon im frühen Mittelalter zählte sie zu den wichtigsten Städte in Deutschland (das damals noch nciht so hieß). Im Mittelalter war sie eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
Bedeutendstes Bauwerk der Stadt ist der Kaiser- und Mariendom. Er ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein, wie ich finde, sehr schöner Bau, der zu einem Besuch einlädt und in dem sich gut meditieren lässt. Vom Dom aus breitet sich die Stadt mit drei Straßen fächerartig nach Westen aus. Die mittlere Straße, die „Via Triumphalis“, eine Ost-West-Achse vom Dom bis zum Altpörtel, prägt noch heute das Stadtbild prägt.
Speyer ist ein schöne, kleine, historische, beschauliche Stadt mit toller Altstadt. Viele Kirchen und andere historische Gebäude sind hier zu sehen und zu besichtigen u.a. der Judenhof und das historische Museum.
Jede Stadt ist anders und so war es wieder eine schöne Erfahrung in eine mir unbekannte Stadt einzutauchen und sie zu segnen. Mir gefällt der Mix aus Städte erkunden und für sie beten sehr.
Kategorien: Gebet · Prophetisches
Mit Tag(s) versehen: Dom zu Speyer, Gottes Sicht für Städte, Speyer, Städtegebet
Ich habe mich in der letzten Zeit mit der Deutschen Geschichte beschäftigt und ganz besonders mit den bedeutendsten Städten – Städte, die im Verlaufe unserer Geschichte eine zentrale Rolle gespielt haben. Wo fanden zentrale Ereignisse statt? Dabei bin ich auf Magdeburg aufmerksam geworden
Anfang Dezember habe ich schließlich einen Abstecher nach Magdeburg gemacht. Gott hat mir diese Stadt aufs Herz gelegt und ich wollte dort unbedingt mal sein, um für diese Stadt zu beten und Gott zu fragen wie er diese Stadt sieht.
Magdeburg ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern. Kaum eine andere Stadt im mitteleuropäischen Raum hat eine vergleichbar bewegte historische Vergangenheit wie sie. Einst Kaiserresidenz, Hansestadt und preußische Festung wurde Magdeburg immer wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht. Doch auch immer wieder gab sie sich eine neue Zukunft und wurde neu aufgebaut.
Magdeburg ist eine sehr interessante Stadt, die völlig unterschätzt wird und die so viele Menschen überhaupt nicht im Blick haben. Sie war und ist ein alte, bedeutende Stadt, die es zu entdecken gilt. Magdeburg hat vieles zu bieten: Historisches und modernes, kreatives und grünes. Besonders emfehlenswert ist ein Besuch von Hundertwassers „Grüner Zitadelle“ (Hundertwasser in Vollendung), einen Blick auf den mächtigen Dom und einen Spaziergang entlang der Elbe und dem breiten Weg. Für Kabbarettfans ist die Magdeburger Zwickmühle ein muss. Mehr Infos über Magdeburg gibt es auf deren Homepage. Dort kann man u.a. einen virtuellen Stadtrundgang durchlaufen.
Kategorien: Gebet · Prophetisches
Mit Tag(s) versehen: Magdeburg, Prophetisch, Städtegebet