Martin Preisendanz

Feiertage – wie feiern?

März 25, 2008 · 2 Kommentare

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag vor Ostern schreiben, aber ich bin nicht mehr dazu gekommen, was sein darf. Ostern liegt hinter uns. Das bedeutendste Fest für uns Christen. Das muss gefeiert werden, doch nur wie? Wie gehen wir mit Feiertagen um? Die Feiertage sind größtenteils zu freien Tagen geworden. Die ursprüngliche Bedeutung ist in den Hintergrund getreten und/oder vermarktungstechnisch angepasst. Das gilt nicht nur für die christlichen Feiertage. Wer feiert am Tag der Deutschen Einheit noch die Wiedervereinigung? Du etwa? Wer denkt an Ostern noch an den Tod und die Auferstehung Christi? Feiertage sind für mich Erinnerungstage. Allerdings stumpft mich ein überladenes, unentspanntes Erinnern ab. Warum muss ich an manchen Feiertagen eine bestimmte Stimmung an den Tag legen, unabhängig wie ich mich wirklich fühle? Am Ostersonntag muss oder sollte ich glücklich und fröhlich sein, schließlich ist unser Herr auferstanden. Dagegen zwei Tage zuvor am Karfreitag sollte ich traurig sein, denn unser Jesus ist gestorben.

Allgemein muss ich sagen, dass mich manche alten Traditionen einfach nicht mehr berühren. Warum sind viele Christen an den Feiertagen aufgrund von großen Aktionen in ihrer Gemeinde mehr gestresst als sonst? Wie kann ich entspannt Ostern feiern, ohne ein schlechtes Gewissen doch eigentlich intensiv an Jesus denken zu müssen?

Ich denke wir sollten entspannter werden und Feiertage nicht überladen. Wir sollen uns generell an Jesu Tod und Auferstehung erinnern und nicht nur an Ostern. Momentan bin ich am fragen, wie gewisse Feiertage gefeiert werden können, so dass ich mich wieder mehr mit ihnen identifizieren kann. Wie feiert ihr Ostern und warum? Wie geht ihr mit Feiertagen um?

Kategorien: allgemein

2 Antworten bis hierher ↓

  • Kerstin // März 29, 2008 um 8:44 | Antworten

    Für mich (uns) bedeuten Feiertage frei haben, bewusst auch frei zu machen (!) und das zu tun, worauf ich Lust habe, was mich entspannt (ausschlafen, lesen, spazieren gehen, entspannt kochen, Internet surfen…) – das genieße ich jedes Mal sehr und sie (Feiertage aber auch Sonntage) sind auch zum richtigen „Runterfahr-Tag“ geworden.
    Das Identifizieren mit den Inhalten war – zeitlich gesehen – im Vergleich zu meinen traditionellen Gewohnheiten von früher – eher recht kurz gehalten. Und trotzdem war es gut. Wir haben uns einfach vom Volxbibel-Hörbuch die Kapitel „Jesus stirbt“ an Karfreitag und „Das große Comeback“ am Ostersonntag anghört. Nicht viel – aber durch die ungewohnte Sprache nehme ich die sehr vertrauten „Geschichten“ wieder stärker wahr und kann neu staunen.

  • Martin P. // März 31, 2008 um 9:26 | Antworten

    Dir Kerstin, danke für deinen Eintrag. Hört sich sehr gut an. Ja, ich glaube es ist wichtig, die „alte“ und schon so oft gehörte Geschichte von Jesu Kreuzigung und Auferstehung sich in neuen, frischen Formen zu verinnerlichen und dabei die Feietrage nicht überladen, sondern feiern. Und feiern hat für mich immer etwas mit Entspannung, Freude, Genießen, Erholen, Abschalten und coolen Menschen zu tun.

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