Martin Preisendanz

Über Gott nachdenken

März 12, 2008 · Kommentar schreiben

Mein Freund Holger hat einen genialen Abend in unserer Gemeinschaft gemacht. In zwei Räumen hat er Verse aus den Psalmen an die Wände gehängt. Im einen Raum Gott anbetende, suchende Verse und im zweiten Raum fragende, verzweifelnde Verse. Dazu gab es jeweils passende Hintergrundmusik: inspirierend, meditative Musik und laute, aggressivere Musik. Jeder konnte nun umhergehen, die Verse lesen, seine Bibel schnappen und nachschlagen, um über den Psalmen zu meditieren und mit Jesus ins Gespräch kommen. Ich fand mich im Gott-Suchenden-Raum wieder, denn ich fühle ein Verlangen Jesus nahe zu sein und von ihm zu hören. Dabei hat es mir ein Psalm besonders angetan:    

Psalm 63:1-12  Ein Psalm. Von David. Als er in der Wüste Juda war.  2 Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und erschöpften Land ohne Wasser.  3 So schaue ich im Heiligtum nach dir, um deine Macht und deine Herrlichkeit zu sehen.  4 Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen werden dich rühmen.  5 So werde ich dich preisen während meines Lebens, meine Hände in deinem Namen aufheben.  6 Wie von Mark und Fett wird meine Seele gesättigt werden, und mit jubelnden Lippen wird mein Mund loben,  7 wenn ich deiner gedenke auf meinem Lager, über dich nachdenke in den Nachtwachen.  8 Denn du bist mir zur Hilfe geworden, und im Schatten deiner Flügel kann ich jubeln.  9 Meine Seele hängt an dir, deine Rechte hält mich aufrecht.  10 Jene aber, die mir zum Verderben nach meinem Leben trachten, werden in die Tiefen der Erde hinsinken.  11 Man wird sie der Gewalt des Schwertes preisgeben, das Teil der Schakale werden sie sein.  12 Und der König wird sich freuen in Gott; jeder darf sich rühmen, der bei ihm schwört; denn der Mund der Lügenredner wird verstopft werden. 

  • David war in der Wüste, um sich vor Saul zu verstecken (V.1).
  • Die Wüste versinnbildlichte für ihn seine momentane geistliche Situation, oder anders gesagt er konnte ich in der Wüste wiederfinden (V.2).
  • David integrierte seine Beziehung zu Gott in seinen Alltag (V.7 während der Nachtwache) Er schleppte sich nicht von Event über den Hauskreis zum Gottesdient, sondern machte sich selbst auf den Weg Gott zu suchen.
  • David dachte über Gott nach. Was ging ihm durch den Kopf? Denke ich über Gott nach? Denke ich über alles Gute nach? Stelle ich mich meinen zweifelnden Fragen? Erinnere ich mich an Vergangenes? Ich sollte mir immer wieder Zeit nehmen um über Gott nachdenken.   

Für mich war dieser Abend eine ganz besondere Zeit. Gemeinsam mit Freunden unterwegs zu sein, um Gott zu begegnen. Zu beobachten wie jeder sich auf die Reise macht diesem wunderbaren Gott zu treffen, hat mich angespornt. Eine tolle Atmosphäre des Gott Suchens und Findens entstand. Das tat gut!  

Kategorien: Jesus-Nachfolge · inspirieren

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