… doch dann kamen mir Zweifel. Und das kam so: Ich bereitete mich auf eine Kinderfreizeit vor und überlegte hierzu welche biblischen Geschichten sinnvoll wären zu erzählen. Dabei stieß ich auf die Hochzeit zu Kana. Eine geniale Geschichte, wie mir schien, denn dadurch könnte ich verdeutlichen, dass Jesus gerne gefeiert hat und Menschen in peinlichen, verzwickten Situationen zur Seite stehen kann. Ich war begeistert über meine Idee. Am nächsten Tag dachte ich nochmals über meine Hörerschaft nach. Dabei kam ich darauf, dass ich davon ausgehen muss, dass einige Kids aus schwierigen Verhältnissen stammen und sie mit Alkoholismus konfrontiert sind. Was würde es in ihnen auslösen, wenn ich begeistert davon sprechen würde, dass Jesus Wasser in Wein verwandelt hat, sie dagegen sich wünschen, dass ihre Eltern nicht mehr so oft trinken? Für sie wäre es doch ein tolles Wunder, wenn Jesus Wein in Wasser, Cola, Bionade oder zumindest alkoholfreies Bier etc. verwandelt hätte. Was soll ich tun? Wie kann man diese Geschichte solchen Kindern erzählen? Diese Situation zeigt mir erneut wie wichtig es ist zu bedenken, wem ich wie eine biblische Geschichte erzähle (ohne sie zu verändern).
Ich dachte es sei eine gute Idee…
Veröffentlicht in Theologie, inspirieren
Ekklesiologievorlesung
Hiermit lege ich die nächste Vorlesung der Pionierakademie ans Herzen. Die Pionierakademie ist eine innovative, theologische Ausbildung mit interdisziplinärem Anspruch.
Das Wort „Gemeinde“ ist in aller Munde. Wir leben in der Phase, in der viel über Gemeinde gesprochen und diskutiert wird. Der eine liebt Gemeinde, andere können dieses Wort nicht mehr hören und wieder andere meiden das Wort, denn sie wollen sich von alten Denkmustern lösen. Immer mehr Menschen verlassen zurecht ihre Gemeinden, weil sie mit dem vorgefunden Gemeindesystem nicht zurecht kommen. Das verlassen ist eines, doch wie ich leben will, das andere? Diese Vorlesung ist für Menschen, die das gängige Gemeindesystem hinters ich gelassen haben oder dabei sind es zu tun und nach neuen Wegen suchen oder sie schon gehen.
Zentrale Inhalte:
- Wie geht es uns mit dem Wort „Gemeinde“?
- Was ist „Gemeinde“ und was ist ihr Auftrag? (theologische Begriffs- und Zielklärung)
- Gemeinschaftliches Leben unter soziologischer Perspektive
- Der Zusammenhang zwischen Theologie - Normen - Strategien - Strukturen - Soziales Handeln
- Gemeinsame Reflexion von eigenen Gemeinde-Konstruktionen und ihrer Denkvoraussetzungen
- Wie haben es andere gemacht? Überblick ekklesiologischer Praxis in Geschichte und Gegenwart
- Überblick zur aktuellen Diskussion und aktuellen Entwürfen christl. Gemeinschaft zu leben (Simple, Organic, Fluid, Emerging/Postmodern, Missional …)
- Wie wir uns an der unabgeschlossenen Umbruchphase, Gemeinde neu und anders zu denken, beteiligen können.
Dozent wird Andreas Wolf sein. Ich freue mich schon sehr auf ihn, denn was ich von ihm lese begeistert mich. Er ist 37 Jahre alt und lebt in Magdeburg. Er ist Krankenpfleger, Theologe, Projektmanager, Trainer und Soziologiestudent. Freiberuflich ist er als “social and conceptual integrator” unterwegs und in der Businesswelt (fast) genauso zuhause wie im strategischen Nachsinnen über die Gemeinde von morgen. Mehr gibt es über ihn auf seinem, wie ich finde, sehr lesenswerten Blog zu erfahren. In seiner Kategorie biotheology schreibt er zum Thema Ekklesiologie.
Zur Anmeldung geht es hier.
Veröffentlicht in Pionierakademie
Dreieinigkeit - was bedeutet das konkret für mein Glaubensleben
Mir gefällt das Bild vom Tanz für die Dreieinigkeit. Gott ist nicht ein gesichtsloses, allmächtiges abstraktes Wesen, sondern Vater, Sohn und Heiliger Geist existieren als eine leidenschaftliche Gemeinschaft. Dieses Bild verbindet für mich die Dreiheit mit der Einheit Gottes, ohne die Dreiheit auf die Einheit zu reduzieren oder die Einheit in der Dreiheit aufzulösen. Diese Gemeinschaft hat uns Menschen geschaffen (lasst uns Menschen machen), um uns an ihrer Gemeinschaft teilhaben zu lassen; um uns mit hineinzunehmen in diese Fülle des Lebens. Alles Gute, Schöne, Erhabene kommt aus diesem Tanz. Jesus kam, um uns wieder in diese Gemeinschaft zu führen. Ich bin, als sein Nachfolger, Teil dieses Tanzes. Das bedeutet für mich, dass ich das Leben genießen darf. Es bedeutet, dass Kunst, Musik, Sex, Sport, Essen, Feiern, Freundschaft, Abenteuer, Schönheit etc. ein Teil des großen Tanzes ist. Gott hat es geschaffen und uns in Jesus gezeigt, wie wir das Leben als gewöhnliche Menschen feiern können in allen Kämpfen, die es auch gibt.
Veröffentlicht in Theologie
Dreieinigkeit - wie ich sie verstehe
Die Dreieinigkeit wird in der Bibel nie ausführlich beschrieben, sondern lediglich angedeutet (1Mo 1,26; Joh 15,26). Sie ist eines der schwer zu fassenden Aussagen über Gott, die zu großen Kontroversen in der Kirchengeschichte geführt haben. Drei wesentliche Aspekte sind zu beachten:
(1) Der Aspekt der Einheit betont, dass es sich nicht um drei Gottheiten handelt.
(2) Der Aspekt der Verschiedenheit betont die Unterschiedlichkeit und wehrt die Leugnung der Gottheit Jesu ab, denn die Überbetonung der Einheit führte zur Behauptung, dass der Sohn und der Heilige Geist dem Vater untergeordnet sind.
(3) Beim Aspekt der Gemeinschaft treten die Beziehung und das Zusammenspiel der Trinität in den Vordergrund. Diese wird mit dem griech. Begriff „Perichoresis“ zu Deutsch „wechselseitiges Sichdurchdringen“ bezeichnet. Dahinter steckt das Bild vom Tanz. Die Dreieinigkeit ist als ein Tanz des Lebens, der Freude und Fülle bildlich zu denken. Vater, Sohn und Heiliger Geist teilen sich, führen sich, halten sich und wollen uns Menschen mit in diesen Lebenstanz hineinnehmen.
Veröffentlicht in Theologie
Wunder - wie deuten?
Manchmal bin ich gezwungen, Bücher zu lesen, deren Inhalt mich annerven und deren Gedankengängen ich nicht zustimmen kann. Doch darin bin ich gleichzeitig dankbar, denn solche Bücher erweitern meinen Horizont, sie stellen meine Meinung in Frage und geben mir mehr Verständnis für Andersdenkende.
Zur Zeit lese ich ein Buch, in dem es u.a. um Wunder geht. Da lese ich Sätze wie:
„Nach meiner Auffassung sind die neutestamentlichen Wundergeschichten Predigten, keine Augenzeugenberichte der Vorgänge beim Auftreten Jesu. Sie wollen nicht sagen, wer Jesus war, sondern wer er ist.“
„Wir haben die Geschichten dann recht verstanden, wenn sie uns für unseren gegenwärtigen Glauben zeigen, was Gott in Christus schenkt.“
„Man bekommt nach meiner Meinung eine falsche Antwort, wenn man diese Geschichten mit der Frage liest: Was ist damals, in der Zeit, aus der das Wunder erzählt wird, passiert? Man muss fragen: Was will der Erzähler mit dieser Geschichte sagen? Was hat er in seiner Situation erlebt und was erwartet er für sich, wenn er das Wunder erzählt?“
„Es gibt Geschichten, die nicht passiert sind, aber doch wahr sind (z.B. Gleichnisse Jesu, Sündenfall und Paradies, Sagen und Märchen der Weltliteratur)
Wunder sind demnach keine Ereignisse, in welchen durch direktes Eingreifen Gottes die Naturgesetze durchbrochen werden, sondern eine subjektive Erfahrung des Gläubigen. Ein Wunder wäre ein Erlebnis, dass der Gläubige als ein unerwartetes und unverdientes Eingreifen Gottes wahrnimmt, durch das sich ihm Jesus zeigt. Wunder wären keine Mitteilung von Tatsachen, sondern ein Glaubenszeugnis.
Man darf aber die Intension des Autors nicht unterschätzen. Ihm geht es um das richtige Verständnis der Bibel. Sein Anliegen ist es aufgeklärten Menschen die Botschaft Gottes nahe zu bringen. Menschen im Zeitalter der Naturwissenschaften können nicht mehr an Wunder glauben, aber das müssen sie auch nicht, denn die Wundergeschichten der Bibel müssen als Parabeln und nicht als historische Begebenheiten gedeutet werden. Hielte man dagegen an Wundern als historische Ereignisse fest, würden den Menschen der Glauben an Gott geraubt. Denn wenn Gottesglaube und Wunderglaube zusammen gehören, führt die Ablehnung von Wundern zu einer Ablehnung des Glaubens an Gott.
Ich teile das Anliegen des Autors, den Menschen Jesus nach zu bringen. Doch ich glaube, dass sein Weg in die Sackgasse führt und von Gott so nicht gedacht ist.
- Zeigt nicht die Wissenschaft je mehr sie herausfindet, dass es umso mehr Unerklärliches gibt?
- Menschen glauben heutzutage wieder an Wunder, als historische Ereignisse. Sie hindert das ausschließlich subjektive Wunderverständnis nur. Was jetzt? Wie bringen wir ihnen die Bibel nah? Doch wieder einzelne Wunder als historische Ereignisse gelten lassen? Oder die Subjektivität ausweiten?
- Die Botschaft der Bibel kann nur recht verstanden werden, wenn an Tod und Auferstehung Jesu als historisches Ereignis festgehalten wird.
- Geschichtslose Deutung führt zu geschichtslosem Glauben. Hat Gott das wirklich so gewollt?
Veröffentlicht in Theologie
Narrative Theologie - so nicht
Der narrative Ansatz in der Theologie geht in zwei Richtungen:. 1) das Erzählen von fiktiven Geschichten und 2) das Nach- oder Neuerzählen von biblischen Geschichten. Sowohl beim Nach- und beim Neuerzählen von biblischen Geschichten muss der historische Hintergrund analysiert werden, damit es nicht zur Verfälschung der Wahrheit geht.
Ich lese gerade viel zum Thema „Narrative Theologie“. Manches erschreckt mich dann doch, z.B. Werner Laubis Ansatz. Sein Buch schätze an sich, doch er nimmt an, und teilt damit die Meinung der historisch-kritischen Forschung, dass die Bibel mehr aus Geschichten als aus Geschichte besteht. Er schreibt: „Denn die Bibel ist kein Geschichtsbuch, sondern ein Geschichtenbuch, und ihr Inhalt besteht zum großen Teil nicht aus historischen Berichten und praktisch überhaupt nicht aus naturwissenschaftlichen Abhandlungen, sondern aus symbolisch zu verstehenden Erzählungen.“ Es gilt also zuerst herauszuarbeiten welche Berichte der Bibel geschichtlich sind und welche Geschichten. Bei den Geschichten ist dann zu fragen, inwieweit hinter den Geschichten ein historisches Ereignis steht und wenn ja, wie das historische Ereignis tatsächlich aussah. Die Geschichten wurden nämlich über viele Jahrhunderte hinweg weiter erzählt und, so nimmt Laubi an, verändert und uminterpretiert bis sie schließlich schriftlich festgehalten wurden. Die Geschichten der Bibel sind demnach nicht die ursprünglichen Geschichten, sondern eine Weiterentwicklung. Deshalb haben wir heute auch die Freiheit die Geschichten der Bibel weiterzudenken und Veränderungen vorzunehmen. Wo liegt dann die Grenze? Laubi antwortet: „So wenig es innerhalb der Bibel Grenzen der Freiheit im Umgang mit den Geschichten der Tradition gegeben hat, so wenig kann es sie beim Neuerzählen von biblischen Geschichten geben. Es sei denn, der Erzähler würde sich nicht mehr ernsthaft mit der Bibel und den Hintergründen der biblischen Geschichte auseinandersetzen und sei zur Farce um der Farce willen werden lassen.“
Ich teile Laubis Begründung nicht. Die mündliche Überlieferung ist genauer als die schriftliche Überlieferung. Die Annahme, dass biblische Geschichte im Laufe der Zeit verändert wurde, ist m.E. nicht so einfach zu begründen und entspricht nicht der mündlichen Tradition der Juden, die aus Ehrfurcht vor Jahwe auf die Bewahrung ihrer Geschichte achteten. Ja, es gibt verschiedene Berichte über das gleiche Ereignis, die sich unterscheiden. Die Unterschiede lassen sich u.a. auf die verschiedenen Perspektiven zurückführen und wiedersprechen sich nicht.
Ich bin dafür, dass biblische Geschichten nicht nur nach-, sondern auch neuerzählt werden. Dabei darf aber die eigentliche Botschaft nicht verfälscht werden. Doch auf die Begründung Laubis, dass das schon mit dem biblischen Material geschehen und von daher völlig legitim ist, stimme ich nicht zu.
Veröffentlicht in Theologie
Storytelling - theologische Aspekte
Ich beschäftige mich, wie schon letztens geschrieben, mit dem Thema Storytelling. Darunter verstehe ich folgendes: Storytelling heißt: Geschichten gezielt, bewusst und gekonnt einzusetzen. Es gibt enorm viele Möglichkeit bewusst mit Geschichten zu arbeiten. In vielen Bereichen wird auch schon damit gearbeitet, besonders im Marketing. Dass jedes Produkt eine Geschichte haben sollte, lernt selbst der Bäcker. In der Wirtschaft, im Changemanagement, wenn es ganz allgemein um Kommunikation geht, im Beratungssektor etc. gibt es Einsatzmöglichkeiten für Storytelling, die m.E. noch zu wenig genützt werden. Auch in der Theologie, glaube ich, spielen Geschichten eine leider viel zu untergeordnete Rolle. Deshalb will ich mich in dieses Thema einarbeiten. Dabei merke ich, dass es gar nicht so einfach ist gute Geschichten zu finden. Jesus war ein Meister darin und ich bewundere ihn in dem immer mehr, denn jetzt, wo ich selbst auf der Suche nach Geschichten bin, merke ich erst wie genial unser Lehrer darin war.
Hier ein paar theologische Aspekte:
· Das Erzählen ist bei allen Völkern die ursprüngliche Form der Weitergabe der religiösen Überlieferung an die nachfolgende Generation. Die schriftlichen Formen der Tradition entwickeln sich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Das gilt auch für die Tradition des Alten und Neuen Testamentes.
· Jesus erzählte viel mit anschaulichen Beispielen.
· Die Jünger erzählten die Geschichte Jesu weiter.
· Die zur Bewahrung und Sicherung des Glaubens notwendig gewordene schriftliche Niederlegung in den Schriften des Neuen Testamentes löste die mündliche Weitergabe der Guten Nachricht nicht ersatzlos ab. Ganz im Gegenteil! Gerade im Erzählen entfaltet das Evangelium seine ursprüngliche Kraft und die Glaubenserfahrungen der Vergangenheit werden wieder lebendig.
Veröffentlicht in Theologie
Un-Konferenz
Ich war letztes Wochenende auf einer Veranstaltung, genannt Delta-Treffen. Da kommen verschiedene Menschen zusammen, die alle nach neuen Wegen suchen “Gemeinde” zu leben und die Gesellschaft mit zu beeinflussen. Inspiriert sind diese Treffen von den TED-Conferences und den Bar-Camps, sogenannte Un- oder Nicht-Konferenzen, die nicht nach dem typischen Muster ablaufen. Es werden keine Top-Redner eingeladen, denen die Teilnehmer zuhören dürfen, sondern die Teilnehmer können sich einbringen. Dabei sind solche Treffen nicht auf die typisch geistlichen Themen beschränkt, sondern umfassen den gesamten Bereich der Gesellschaft. Das Delta-Treffen lebt von der Beteiligung der einzelnen Teilnehmer. Das Wochenende war gefüllt mit viel Zeit zum Austausch, Kennenlernen und Einblickgeben in seine Reise mit Jesus. Dazu noch Zeiten der Begegnug und Ausrichtung auf Jesus und des Gebets füreinander und einer Bar-Camp-Session. Teilnehmer boten ein Thema an, über das sie gerne mit anderen reden wollten. So wurden diesmal Themen aus Politik, Kunst, Gesellschaft und Jesus-Nachfolge angeboten wie innere Sicherheit, die “Starfish an the spider” Theorie, Prophetie, Entscheidungsfindung, die Thora, mit Jesus in einer Stadt leben, Schreiben von Gedichten und Geschichten. Ich bot ein prophetisches Training an. Dazu suchte und fand ich Leute, die gerne ein prophetisches Wort für die nächsten zwei Monate haben wollten. Sie gaben nicht ihre Namen sondern ein Psydonym an mich weiter, so dass ich nicht wusste, um wen es sich handelt. Als kleine Gruppe, fragten wir nun Jesus, was er zu sagen hat. Und er sprach. Jetzt bin ich auf das Feedback der Einzelnen gespannt. Ich habe mal wieder viel gelernt und freu mich schon jetzt vielen genialen Menschen auf dem nächsten Delta-Treffen zu begegnen.
Veröffentlicht in allgemein
Storytelling - (m)ein Anfang
Ich beschäftige mich momentan mit dem Thema narrative Theologie. Narrativ bedeutet erzählerisch. Mich treibt die Frage um, wie man mit Geschichten Wissen und im speziellen Theologie vermitteln kann. Ich glaube an die Kraft von Erzählungen. Wir sind in unserer westlichen Kultur sehr vom argumentativen Denken geprägt. Narratives Denken ist deutlich unterbelichtet. Es fällt mir beispielsweise viel leichter Theologie argumenativ mit Fakten, Daten und allgemeinen Regeln zu erklären. Doch Theologie ist mehr als reines Faktenvermitteln und erklären. Narratives Denken schafft Zusammenhänge zwischen Fakten und Emotionen, Rahmenbedingungen, Einstellungen. Es gibt Sinn, Orientierung und motiviert durch Visionen. Beides ist nötig.
“Mit logisch-wissenschaftlichen Denken hat die Menschheit die Gesetze der Schwerkraft entdeckt, mit Geschichten wie der von Ikarus und Daedalus hielt sie den Traum vom Fliegen wach - bis es gelang, ihn zu verwirklichen” (Frenzel, Müller, Sottong, Storytelling: Das Praxisbuch, Hanser Verlag, S.15)
Jesus lehrte argumentativ und narrativ. Ich will es ihm gleich tun. Deshalb arbeite ich am narrtiven Dankansatz und hoffe damit meine Zuhörer bald beglücken zu können.
Veröffentlicht in Theologie
Liebe und Tod
Das Leben hat zwei große Themen: Liebe und Tod. Das erste hat mit der Gestaltung des irdischen Daseins zu tun, das zweite mit dem unbekannten Ende desselbigen. Habe ich die Liebe zum Leben gefunden? Oder ist der Tod eine Art Erlösung? Lebe ich so, dass ich am liebsten nie sterben würde? Oder darf der Tod irgendwann schon kommen, denn nach einer bestimmten Lebenszeit ist genug gelebt?
Ich will leben! Doch lebe ich? Natürlich lebe ich: Ich atme, ich esse und trinke, habe meine Hobbys, tolle Freunde, das Geld reicht, die Urlaube schön, die Arbeit macht überwiegend Spaß, die Ehe bereichernd und spannungsreich, Beziehung zu Jesus stimmt. Doch ist das alles? Oder gibt es in all dem viel intensivere Dimensionen? Bin ich mir bewusst, dass es mehr gibt? Strebe ich aktiv danach? Oder lebe ich weiterhin in meiner bisherigen kleinen, sicheren Welt? Ja, es kostet Mut. Ja, ich muss endlich was riskieren! Ja, ich muss endlich die „gemütliche“ Lebenszone verlassen, um zur viel Ereignisreicherem, Intensiverem, Echterem vorzudringen. Ich will nicht wie bisher weiterleben! Nicht, weil es schlecht war. Nein, sondern, weil es nicht alles ist. Mein irdisches Leben ist viel zu viel wert, als das ich auf die Ewigkeit warte.
Veröffentlicht in Jesus-Nachfolge, Nicht kategorisiert, inspirieren, mobilisieren