Martin Preisendanz

Das Jahr der Stille 2010: Bibelstellen

März 8, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Seit dem ersten Advent läuft das Jahr der Stille. Die Aktion hat das Ziel, Menschen zu ermutigen den Lebensrhythmus Gottes in ihrem Alltag zu verwirklichen. Dazu werde auch ich hier auf meinem Blog immer wieder selbst Anregungen geben und generell Ideen aufgreifen und weitergeben. Wie könnte es aussehen Stille in unser Leben zu integrieren? Hier ein paar recht generelle Antworten:

  • Gott in der Stille suchen. In ihm ruhen und sich gelassen an seiner Gegenwart freuen.
  • Gott im Gebet begegnen und achtsam sein Wort lesen.
  • Eine Neujustierung vornehmen für eine gesunde Balance zwischen Ruhen und Aktion.
  • Stille-Zeiten, Retraiten und Fastenangebote neu entdecken.
  • Hilfreiche Muster erlernen und sich über Erfahrungen mit der Stille austauschen.
  • Stille-Elemente in den Alltag von Beruf, Familie und Gemeinde einbauen.
  • Entdecken, wie Entscheidungen aus dem Hören auf Gott getroffen werden.
  • Neue Orte außerhalb der Kirchen- und Gemeindehäuser im öffentlichen Leben für Stille-Erfahrungen entdecken und temporär gestalten.

Auch in der Bibel ist immer wieder von Stille und Ruhe die Rede. Ich liste mal ein paar Bibelstellen auf. Sie zeigen auch schon das Bedeutungsspektrum, in der es im Wort Gottes gebraucht wird. Es geht darum ….

  • zur Ruhe zu kommen
  • Gott zu vertrauen
  • einen Lebensrhythmus aus Arbeit und Ruhe
  • Stille sein, um Gott zu hören, zu spüren, zu begegnen
  • zur Vernunft kommen und von falschen Taten ablassen

“Denn so spricht der Herr, HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt.” (Jes 30,15)

“Sei still dem HERRN und harre auf ihn! Entrüste dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der böse Pläne ausführt!” (Ps 37,7)

„Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin.“ (Ps 46,11)

“Sechs Tage soll man seine Arbeit verrichten, aber am siebten Tag ist Sabbat, ein Tag völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Jeder, der am Tag des Sabbats eine Arbeit verrichtet, muß getötet werden.” (2Mo 31,15)

“Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Hilfe. Nur auf Gott vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung.” (Ps 62,2+6)

“Gott, schweige nicht! Verstumme nicht, und sei nicht stille, o Gott!” (Ps 83,2)

“Und frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus und ging fort an einen einsamen Ort und betete dort.” (Ma 1,35)

„Und als das Lamm das siebte Siegel auftat, entstand eine Stille im Himmel, etwa eine halbe Stunde lang.“ (Offb 8,1)

Wenn ihr auf hier klickt, kommt ihr zu einer Geschichte zum Thema Stille, die ich geschrieben habe.

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Klaus Berger live

Februar 26, 2010 · 1 Kommentar

Wie vor ein paar Wochen angekündigt hatten wir von der Pionierakademie Prof. Dr. Klaus Berger zu einer Vorlesung eingeladen. Nun  ist es Zeit euch ein wneig darüber zu berichtet. Um es gleich vor weg zu schicken: Wenn ihr irgendwann mal die Möglichkeit ihn live zu erleben, nutzt diese Gelegenheit. Ihr werdet es nicht bereuen!

Gehaltvoll, witzig, pointiert, scharf, direkt und mit großer Liebe zum Wort Gottes trat er auf. Besonders beeindruckt hat er mich wie er Exegese und Spiritualität versöhnt. Wenn er einen Vers oder Abschnitt ausgelegt hat, hat es ihn immer in die ANbetung geführt. Man stelle sich vor, dass er nach Analyse der Textstruktur und Begriffsdefinition und was alles noch zur Exegese gehört, anfängt zu beten und Gott zu loben. Spiritualität und Exegese sollen eine Einheit bildet. Er hat es für mich verkörpert und mich dadurch neu inspiriert die Bibel zu lesen mit dem Ziel Gott anzubeten.

Hier ein paar Gedanken von ihm aus der Vorlesung:

Jüdischer als gedacht – Zerbricht die Christologie das Judentum?

Berger zeigt die enge Verbundenheit von Christentum und Judentum. Seine Thesen:

  1. Die Christologie zeigt, dass der Glaube an Jesus den Monotheismus nicht zerstört
  2. Die Thora wird nicht abgeschafft. Die Liebe als Summe der Thora neben den Dekalog-Geboten zeigt eine Übereinstimmung mit Philo.
  3. Zur Frage der kultischen Annäherung an Gott: Die Beschneidung wird durch den Empfang des Heiligen Geistes ersetzt (Kind Gottes). Die Sünden werden gesühnt durch die Stellvertretung des Gerechten bzw. durch Liebe.
  4. Neu ist nur Intensität des Geistes und die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Heiden. Hier liegt der Streitpunkt mit dem Judentum. Ist der Geist Christi der Geist Gottes?

Hat Jesus Kirche gewollt?

Spannend ihn zu diesem Thema zu hören. Ich hätte nicht gedacht wie nah wir uns sind. Kirche definiert sich über das Zusammenkommen (wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen).

  1. Jesus hat die Jünger berufen. Die Zahl 12 bildet Israel ab. Die Zahl stellt eschatologische Vollkommenheit dar. Schon am AT glaubte man an Gott und sein Volk. Gott ohne Volk ist nicht vorstellbar. Kein religiöser Individualismus.
  2. Jesus stiftet beim Abendmahl einen Bund. Die 12 sind die Träger des Bundes. Hier geht es um das Erbe Jesu.
  3. Jesus sendet die Jünger aus zur Mission ohne Beschränkung auf Israel. Es wird vor dem Gericht eine Gnadenzeit eingeschoben. Mission ohne Ansehen der Person. Jesus ist nicht als Single zu sehen, sondern er beruft Jünger.
  4. Die Kirche ist das Gottesvolk zur Zeit der „Kinderkrankheit“. Sie ist im werden und wachsen. Deshalb heiratet Jesus nicht. Sein Leben steht für das für was er will. Er demonstriert, dass er mit seiner Kirche quasi verheiratet ist. Er macht dadurch deutlich, dass er der Bräutigam ist. Den Zustand der Ehe kann man an den Boten Gottes sehen.
  5. Jesus stiftet ein Fundament

Wie hat Jesus Kirche gewollt?

  • Gestützt auf Autoritäten (Zeugen)

So jetzt habt ihr mal einige Gedanken zum Nachdenken!

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Der olympische Geist

Februar 14, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Wieder sind mal Olympische Spiele eröffnet worden. Als großer Sportfan interessiere ich mich sehr dafür und werde die Wettkämpfe aufmerksam verfolgen. In der Berichterstattung im Vorfeld der Spiele hat sich mir der Eindruck ergeben, dass die Olympischen Spiele kein reines Sportereignis sind. Ich will hier aber nicht auf die Kommerzialisierung und Professionalisierung der Spiele anspielen. Vielmehr habe ich das Gefühl das die Olypischen Spiele fast schon religiösen Charakter haben. Viel ist die Rede vom olympischen Geist. Was ist den dieser olympische Geist? Und wie hängt dieser Geist mit den zahlreichen Symbolen und Traditionen zusammen, die so untypisch für ein Sportevent sind. Außerdem ist die Rede von der olympischen Idee. Welche Idee steckt den hinter den Spiele? Es gibt die sog. olympische Bewegung. Die Sportler legen bei der Eröffungsfeier einen Eid ab. Wozu überhaupt?

(Bildquelle: http://leipzig-seiten.de/images/stories/olympia1.jpg)

Ein Blick in die Geschichte der olympischen Spiele bringt Interessantes zum Vorschein: (Quelle wikipedia; wörtlich zitiert; nur geringfügig redaktionell verändert)

“Der Ursprung der Olympischen Spiele der Antike liegt vermutlich im 2. Jahrtausend v. Chr. Die Siegerlisten reichen bis ins Jahr 776 v. Chr. zurück. Bennat wurde sie nach ihrem Austragungsort Olympia im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes, waren Teil eines Zyklus, der drei weitere Panhellenische Spiele umfasste: Die Pythischen Spiele in Delphi, die Nemëischen Spiele in Nemea und die Isthmischen Spiele auf dem Isthmus von Korinth. In der Anfangszeit gab es nur einen Wettlauf über die Distanz des Stadions (192,24 Meter). Die Spiele waren aber keine „Sportveranstaltung“ in unserem heutigen Sinne, sondern ein religiöses Fest zu Ehren des Göttervaters Zeus und des göttlichen Helden Pelops. In ihrer Blütezeit dauerten die Spiele fünf Tage – der erste Tag war bestimmt von kultischen Zeremonien wie Weihehandlungen und dem Einzug der Athleten, Betreuer, Schiedsrichter und Zuschauer in den heiligen Hain von Olympia zum Tempel des Zeus. Hier schworen die Athleten, sich an die Regeln der Spiele zu halten. Nicht der Sport als solcher stand im Mittelpunkt, sondern die religiöse Komponente. Als die Römer Griechenland eroberten, verloren die Olympischen Spiele ihren panhellenischen Charakter. Von nun an war es auch nichtgriechischen Athleten gestattet, teilzunehmen. Vermutlich zum letzten Mal fanden die Spiele im Jahr 393 statt, bevor der römische Kaiser Theodosius I. alle heidnischen Zeremonien verbot.

Die Olympische Idee ging aber nicht ganz verloren. Ab dem 17. Jahrhundert gab es Bestrebungen die Olympischen Spiele wieder zu beleben. Besonders zu nennen ist der Franzose Pierre de Coubertin. Seiner Meinung nach war die mangelnde körperliche Ertüchtigung der Soldaten eine der Hauptursachen für die Niederlage Frankreichs im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gewesen. Er strebte danach, diesen Zustand durch die verbindliche Einführung von Sportunterricht an den Schulen zu verbessern. Gleichzeitig wollte er nationale Egoismen überwinden und zum Frieden und zur internationalen Verständigung beitragen. Die „Jugend der Welt“ sollte sich bei sportlichen Wettkämpfen messen und sich nicht auf den Schlachtfeldern bekämpfen. Die Wiederbelebung der Olympischen Spiele schien in seinen Augen die beste Lösung zu sein, um diese Ziele zu erreichen.

Das offizielle Motto der Olympischen Bewegung lautet citius, altius, fortius (Latein für „schneller, höher, stärker“). De Coubertins Ideale spiegeln sich am besten im olympischen Credo wider: „Das Wichtigste an den Olympischen Spielen ist nicht der Sieg, sondern die Teilnahme, wie auch das Wichtigste im Leben nicht der Sieg, sondern das Streben nach einem Ziel ist. Das Wichtigste ist nicht, erobert zu haben, sondern gut gekämpft zu haben.“

Einige Monate vor den Spielen wird an historischer Stätte in Olympia in einer an antike Rituale angelehnten Zeremonie die Olympische Fackel entzündet. Eine als Priesterin verkleidete Schauspielerin entfacht die Fackel mittels eines Parabolspiegels und übergibt sie dem ersten Läufer des anschließenden Staffellaufs. Die Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele umfassen eine Reihe traditioneller Elemente, die in der Olympischen Charta festgelegt sind. Die Schlussfeier findet statt, wenn alle sportlichen Wettkämpfe abgeschlossen sind. Erneut marschieren die Athleten ins Stadion ein, diesmal jedoch nicht nach Ländern geordnet, sondern bunt gemischt. Damit wird die Verbundenheit der Athleten nach Ende der Wettkämpfe symbolisiert. Der IOC-Präsident hält eine Rede, in der er den Erfolg der Spiele betont. Danach übergibt er Mitgliedern des Organisationskomitees den Olympischen Orden und erklärt die Spiele für beendet; gleichzeitig ruft er „die Jugend der Welt“ auf, sich in vier Jahren erneut zu versammeln.”

Der Ursprung der Olympischen Spiele liegt im griechischen Götterglauben. Mit der Neubelebung im 19. Jahrhundert wurden die heidnischen Zeremonien durch humanisitische Ideale ersetzt (oder gar gemischt?). Ich frage mich was davon noch übriggeblieben ist? Einerseits geht es ganz klar um den Sport. Die Teilnahme allein ist zwar für die Athelten ein Erfolg, aber bestimmt nicht alles. Es geht um sehr sehr viel Geld. Es geht ums Spektakel. Doch mir scheint insgesamt, dass die olympischen Wurzeln in vielen Elementen sichtbar werden. Man achte mal darauf was die Spiele einem vermitteln wollen: Fair-play; Ehre; Völkerverständigung; Frieden; Versöhnung (zu nenen die Bedeutung der First Nation bei den Spielen in Vancouver); Brüderlichkeit; Zusammenhalt; Rückbesinnung auf die Natur … Klingt alles nach deutlich mehr als einem sportlichen Großereignis. Die olympischen Spiele haben zutiefst religiösen Charakter (humanistische Ideen gepaart mit z.T. animistischen Gedanken). Ideologiefrei sind sie bestimmt nicht. Oder sehe ich das falsch?

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Auf den Spuren der Friedlichen Revolution – ein Reisebericht

Februar 10, 2010 · 1 Kommentar

„Ein Studium des Grenzregimes der DDR ist der beste Weg, sich dem Staat zu nähern, der gerade mystische Züge anzunehmen scheint, je länger er untergegangen ist. Denn nichts war so real wie diese Grenze zwischen den beiden Teilen Deutschlands: erst notdürftig gesichert, dann mit Stacheldraht, schließlich mit Zäunen, Gräbern, Türmen, Bunkern, Minen, Selbstschussanlagen und einer Mauer – was für ein Staat! Wer sie überqueren durfte, galt im ostdeutschen Volksmund als „grenzmündig“. Grenzwächter liefen nie allein, denn hier galt mehr als anderswo, dass der eine auf den anderen aufpassen musste.“ FAZ 25.03.2009

Im November 2009 bin ich mit Freunden anlässlich des 20jährigen Gedenkens an den Mauerfall mit dem Auto die ehemalige innerdeutschen Grenze entlang gefahren. Ich habe diesen Teil deutscher Geschichte entdeckt und möchte sie gerne daran teilhaben lassen und von meinen Eindrücken aus dem Grenzgebiet erzählen. Anhand von rund 100 Aufnahmen werden die Spuren der 1.378 Kilometer langen ehemaligen deutsch-deutschen Grenze gezeigt. Angefangen am einstigen Dreiländereck bei Prex geht es mit dem Auto im Grenzgebiet bis hoch zur Ostseeküste. Das geteilte Dorf Mödlareuth, das Grenzmuseum Teistungen im Eichsfeld, Point Alpha bei Geisa, der Grenzkontrollpunkt Marienborn, die Dorfrepublik Rüterberg, die Halbinsel Priwall und schließlich Berlin – dies sind einige der Höhepunkte des Vortrags. Neben der Erläuterung des Aufbaus der Grenzanlagen und der historischen Hintergründe gibt es interessante Anekdoten von der Reise, die verdeutlichen, wie groß dieses Wunder der Friedlichen Revolution war.

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Sich wundern

Februar 3, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

„Die Fähigkeit, uns zu wundern, ist das einzige, was wir brauchen, um gute Philosophen zu werden.“ Jostein Gaarder in Sofies Welt, S.23

„Neugierde ist die größte theologische Tugend“ Prof. Klaus Berger

  • WUNDERN bedeutet “neugierig sein, überrascht sein”
  • kleine Kinder haben diese Fähigkeit. Für sie ist alles neu. Sie sind sich noch unsicher, was auf dieser Welt möglich ist und was nicht.
  • Ältere Menschen verlieren im Laufe ihres Lebens meistens diese Fähigkeit. Sie haben sich aufgrund ihrer Prägung an diese Welt gewöhnt. Für sie ist das Leben kein wirkliches Rätsel mehr. Das ist auch der Grund warum Menschen mit hohem Alter ihr Denken kaum ändern.

Matthäus 8:10 “Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.”

Matthäus 15,30-31 “Und große Volksmengen kamen zu ihm, die Lahme, Blinde, Krüppel, Stumme und viele andere bei sich hatten, und sie warfen sich ihm zu Füßen; und er heilte sie, so daß die Volksmenge sich wunderte, als sie sahen, daß Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sahen; und sie verherrlichten den Gott Israels.”

Apostelgeschichte 7,29-31 “Mose aber entfloh bei diesem Wort und wurde ein Fremdling im Land Midian, wo er zwei Söhne zeugte. Als vierzig Jahre verflossen waren, erschien ihm in der Wüste des Berges Sinai ein Engel in der Feuerflamme eines Dornbusches. Als aber Mose es sah, wunderte er sich über die Erscheinung; während er aber hinzutrat, sie zu betrachten, erging die Stimme des Herrn.

  • Auch für unsere Beziehung zu Gott brauchen wir dieses „sich wundern“. Gott ist größer als wir denken; Gott ist anders als wir vermuten usw. Sei nicht überrascht, dass du dich wundern wirst! Es ist mehr möglich als du denkst!
  • Wie reagierst du auf dein wundern? Sei wie Mose. Tue sie nicht einfach ab und sage: „das kann nicht sein“, sondern trete hinzu, betrachte es. Sei offen dich korrigieren zu lassen; dein Denken erweitern zu lassen. Zweifel und Skepsis sind manchmal wirklich angebracht, aber sie können auch ein großes Hindernis sein, wenn sie immer zur Ablehnung werden.
  • In „wundern“ steckt das Wort „Wunder“. Gott ist ein Gott der Wunder. Sei offen für Wunder. Ungewöhnliche Wunder – ungewöhnliche Begegnungen. Sei offen!

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Wie laut ist laut?

Januar 27, 2010 · 2 Kommentare

Stille ist etwas Gutes.
Aber wir kommen so selten dazu.

Das Jahr der Stille lädt dazu ein innezuhalten und Stille in den Alltag zu integrieren. Dazu nun eine kleine Meditation über Lautstärke. Wie laut ist eigentlich laut? Was setzen wir uns da tagtäglich aus?

Fallen einer Feder in Dezibel = 0
Summen einer Mücke in Dezibel: 10
Ruhiger Raum, nachts, abseits vom Verkehr in Dezibel: 10 – 20

Rascheln von Laub in Dezibel: 20
Ticken einer Armbanduhr in Dezibel: 20
Atemgeräusch in Dezibel: 25
Vogelgezwitscher in Dezibel: 40
Brummen unseres Kühlschranks in einem Meter Entfernung in Dezibel: 50
Leichter Regen in Dezibel: 50
Normale Sprache in Dezibel:  60

Hauptverkehrsstraße, nachts, in Dezibel: 65
Sehr laute Sprache in Dezibel:  70

Genormte Lautstärke einer Fahrradklingel in Dezibel: 75
Geräusch eines Staubsaugers in Dezibel: 80
Durchschnittliches Schnarchgeräusch in Dezibel: 90
Schreirekord in Dezibel: 120
Düsenjet in Dezibel: 120

Lautstärke beim lautesten “Manowar” – Auftritt in Dezibel: 129,5
Lautstärke ab der eine Gehörschädigung möglich ist, in Dezibel: 130

Wichtig ist zu wissen, dass jeweils eine Erhöhung um 10 Dezibel vom Menschen als doppelt so laut empfunden wird.

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NT vor AT?

Januar 21, 2010 · 5 Kommentare

Welchen Teil der Bibel soll zuerst gelesen werden? Mit welchem Buch der Bibel soll gestartet werden? Die Bibel ist ein umfangreiches Werk mit nicht immer leicht zu verdauender Kost. Soll, wie üblich mit einem Buch, bei Seite 1 angefangen werden? Gerade dann, wenn Menschen sich dem christlichen Glauben nähern oder Interesse zeigen und sie die Bibel lesen wollen, kommt diese Frage auf den Tisch.

Ich habe mich dieser Frage letztens neu gestellt. Mir persönlich ist von verschiedenen Seiten empfohlen worden mit den Evangelien (also Neues Testament) anzufangen. Argumentiert wurde u.a. damit, dass Jesus der Startpunkt sein soll und muss, denn er ist das Zentrum des christlichen Glaubens. Außerdem steht im Alten Testament (AT) doch recht langatmige Texte, die ich wahrscheinlich nicht gleich verstehen werden und mir die Lust an der Bibel nicht verloren geht … Doch macht diese Argumentation Sinn?

Neulich habe ich von den Wycliff-Bibelübersetzer gehört, dass sie bei den Bibelübersetzungen in Sprachen, in der es noch keine Bibel gibt und die z.T. noch nicht einmal eine geschriebene Sprache besitzen, nicht mehr unbedingt mit den Evangelien anfangen. Meines Wissens wurde “normalerweise” mit dem Markusevangelium begonnen. Vermehrt wird aber jetzt mit dem Alten Testament begonnen. Dabei übersetzen sie nicht das komplette AT, sondern eine Zusammenfassung, die aus 40% des eigentlichen Textumfanges besteht.

Das fand ich nun sehr interessant, besonders die Argumentation. Die Beobachtung ist, dass gerade Völker mit wenig bis gar kein Bibelvorwissen das Neue Testament nur in ihrer Tiefe und Fülle verstehen, wenn sie die Geschichte der Menschheit von Anfang an kennen. Die Dimension der Heilstaten Jesus lassen sich mit dem Hintergrund der Geschichte besser verstehen. Das ist mir sehr einleuchtend.

Wir müssen bei der Verkündigung der biblischen Botschaft bei Gott anfangen (Am Anfang schuf Gott…). Die Bibel macht nichts anderes. Gott war im Anfang. Er war da. Und er schuf die Erde. Alles geht auf ihn zurück. Und dieser Gott stellt sich als ein dreieiniger Gott vor (Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist). Wenn Gott im/am Anfang die Erde erschuf, dann erschuf sie die Trinität. Somit bekommt die Trinität von Anfang an eine große Bedeutung, die es zu (neu) entdecken gilt. Gott ist Gemeinschaft. Die Trinität scheint uns zu komplex und unverstehbar, dass wir sie oft aussparen. Ein Fehler, wie ich meine. Von Gott kommen wir zum Menschen. Wer ist der Mensch? Und da wir von Gott her denken sollten, weil er im Anfang war, stellt sich die Frage konkreter: Wer ist der Mensch vor Gott? Diese Frage gilt es zu beantworteten. Was bedeutet es Ebenbild Gottes zu sein? Wenn das verstanden wurde bekommt auch der Sündenfall seine tiefgreifende Dimension. Sünde (Hartmaologie = Lehre von der Sünde) ist und war eben kein Kavaliersdelikt, sondern in seiner ganzen Konsequenz die Ablehnung Gottes und seines Verständnisses vom Menschen. Von der Sünde kommen wir nun zur Erlösung (Soteriologie = Lehre vom Heil). Und die Soteriologie beginnt nicht im NT mit Jesus, sondern im Garten Eden mit der Schlachtung eines Tieres, damit der Mensch seine Blöße bedecken konnte. Dem Rausschmiss aus dem Paradies folgte die Bundesgemeinschaft. Das AT berichtet nun viel darüber wie Menschen in dieser Bundesgemeinschaft lebten. Erst viele, viele Jahre später kam Jesus und mit ihm das perfekte Opferlamm. Wenn wir Vorgeschichte auslassen, rauben wir uns viel von Gottes Sicht auf seine Schöpfung. Wer Jesus besser verstehen lernen will, muss bei der Schöpfung beginnen und nicht erst bei der Geburt Jesu.

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Rent a preacher

Januar 13, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Prediger zu vermieten. Es ist meine große Leidenschaft, Menschen und Gruppen durch Gottes Wort zu inspirieren, zu qualifizieren und zu mobilisieren, damit sie Gott und ihre Leben besser verstehen und lernen erfüllt zu leben.

Seit einigen Jahren besuche ich verschiedensten Gemeinden und Gruppen, um ihnen Gottes Wesen durch Predigten, Vorträge und Seminare zu vermitteln.

Ich glaube, dass das Leben mit Jesus eine sehr spannende Reise ist. Ich will Menschen dazu ermutigen  sich auf diese Reise einzulassen und ihnen konkretes Handwerkszeugs und Strategien nahebringen, um diese Reise auf eine natürliche, ehrliche und einflussreiche Weise zu gestalten. Das will ich auf eine Art weiter geben, die aktuell, relevant und leidenschaftlich ist. Und das überall, wo Gott mich haben will. Vielleicht auch bei Dir?

Predigten

Der Pastor ist im Urlaub oder Ihr wollt bewusst den Einfluss von unterschiedlichen Predigern? Ich komme gerne und bereichere euch. Mir geht es darum das Denken von Menschen anzuregen, ihr Herz zu berühren genauso wie Wissen und Handlungsstrategien weiterzugeben. Es gibt eine Reihe von Themen die mir am Herzen liegen.

Seminare

Manchmal sind 30 Minuten einfach nicht genug! In Seminaren oder auf Freizeiten besteht die Möglichkeit, mehr Zeit miteinander zu verbringen und sich etwas besser kennen zu lernen. Es können ganze Themenreihen durchgeführt werden, die die Chance bietet, sich ausführlich mit bestimmten Inhalten auseinander zu setzen und auch didaktisch kann variantenreicher gearbeitet werden. In meinen Seminaren, die ich an die jeweiligen Gegebenheiten anpasse, geht es mir darum, dass wir gemeinsam das Thema erarbeiten. Die Teilnehmer sollen miteinbezogen werden und selbst kreativ zum Denken angeregt werden. Ich wende unterschiedlichen Medien an (u.a. PowerPoint, Flip-Chart) und arbeite mit Geschichten (Storytelling), Musik, OpenSpace etc..

Und wie weiter?

Wenn Du denkst, ich sollte mal bei Euch vorbei schauen, dann nehme doch einfach Kontakt mit mir auf. Ich bin telefonisch und per Mail gut zu erreichen. Dann besprechen wir alles weitere. Ich würde mich freuen, von Dir zu hören.

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Was können moderne Menschen mit Jesus anfangen?

Januar 8, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Im Rahmen der Christologie-Vorlesung hält Prof. Dr. Klaus Berger am Samstag, den 30.01.2010 um 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema: “Was können moderne Menschen mit Jesus anfangen?”. Diese Veranstaltung findet unabhängig von der Vorlesung statt und ist offen für Gäste und Interessierte. Herzliche Einladung! Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende zur Deckung der Kosten wird geben.

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Weg damit!

Januar 4, 2010 · 3 Kommentare

Zugegebenremaßen ein wenig populistisch. Ich hoffe ihr versteht die ernsthafte Ironie!

Weg damit! Weg mit „Meine Stimme gegen Armut“-Gewissensberuhigung. Hilfe ist mehr als ein Mausklick im Internet! Schluss mit „Alle Wege führen zu Gott“. Allah ist nicht Jahwe, Jesus nicht Mohammed und Buddha schon gar nicht Shiva. Weg mit dem Schlankheitswahn. Frauen mit Rundungen sind schöner. Weg mit billiger Comedy ala Mario Barth und Oliver Pocher. Weg mit der “schnell Kohle machen Kultur”. Hart arbeiten für den Erfolg ist angesagt. Schluss damit sich über Nordic Walking lustig zu machen. Auch Frauen brauchen einen Sport. Weg mit „Geiz ist geil-Slogans“, denn teuer hält länger. Schluss mit „Wir wollen die Mauer wieder- Nostalgie.“ Ein wenig Geschichtsunterricht hat noch niemand geschadet.  Weg mit „den Politikern die Schuld in die Schuhe schieben“. Selber gestalten. Weg mit den lästigen Verspätungen der Bahn. Die Japaner bekommen es doch auch hin. Weg mit E-Card Geburtstagsgrüße. Wir freuen uns doch alle unglaublich über Briefe. Weg mit den GEZ-Geldeintreibern. Deren Methoden bedürfen keine weiteren Kommentare. Weg mit der reinen Lehre. Unsere Erkenntnis ist und bleibt Stückwerk. Weg mit dem täglichen Gehetzt-Sein. Ein wenig mehr Stille und Innehalten ist angebracht. Weg mit kurzfristigem Denken. Das Leben ist ein Marathon und kein Sprint. Weg mit dem Krisengerede. Wart ihr noch nie in Afrika? Weg mit „Sei ein Sieger-Sprüchen“. Scheitern ist erlaubt. Und schließlich Weg mit „Yes we can“-Kampagnien – ich muss nicht alles können.

Was muss für dich im Jahr 2010 weg?

P.S. im nächsten Post geht es dann um das was „her muss“, schließlich ist dafür sein besser als gegen etwas…

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